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Immer der nächste Notarzt

Am Montag wurde der beschädigte Rettungshubschrauber "Christoph Hansa" auf einem Lkw-Auflieger abtransportiert

Nach dem Einsatz in Buchholz: Deshalb wurde der Rettungshubschrauber angefordert

os. Buchholz. Dieser Unfall erregte weit über den Landkreis Harburg hinaus Aufsehen: Am vergangenen Wochenende „parkte“ Rettungshubschrauber Christoph Hansa vor der Polizeistation in Buchholz, nachdem der Pilot während eines Rettungseinsatzes in der Nordheidestadt eine Straßenlaterne touchiert und dabei die Rotorblätter des Helikopters beschädigt hatte. Wie berichtet, wurde der Hubschrauber am Montag auf einem Lkw-Anlieger abtransportiert.Viele WOCHENBLATT-Leser fragten sich: Warum musste der Rettungshubschrauber überhaupt in Buchholz landen, wenn doch das Krankenhaus nur wenige hundert Meter entfernt liegt? Das WOCHENBLATT fragte beim zuständigen Landkreis Harburg nach.
„Wir prüfen generell, was bei einem Notfalleinsatz notwendig ist“, erklärte Landkreis-Sprecher Johannes Freudewald. In diesem Fall sei wegen einer bewusstlosen Person in der Schützenstraße ein internistischer Einsatz eines Notarztes notwendig gewesen. Der nächst verfügbare Notarzt sei dann aus dem Krankenhaus Hamburg-Boberg eingeflogen worden, so Freudewald. Der Pilot entscheide eigenständig, wo er den Rettungshubschrauber landet. „Wir haben den Anspruch, die Notfallversorgung so gut und so schnell wie möglich zu organisieren“, sagte er. Dabei sei es völlig egal, wo sich der medizinische Notfall ereignet. Es sei ein weit verbreiteter Irrglaube, dass sich ein Arzt aus den kreiseigenen Krankenhäusern mal eben auf den Weg machen könne, wenn sich in der Nähe der Einrichtungen ein Notfall ereigne: „Die Notfallversorgung ist anders geregelt.“ Übrigens: Der Patient aus der Schützenstraße wurde unter Begleitung des Notarztes in einem Rettungswagen ins Buchholzer Krankenhaus eingeliefert.