Was tun bei Legionellen im Leitungswasser?

Wenn Legionellen nachgewiesen werden, soll der Wasserhahn aufgedreht werden (Foto: pixelio/piu700)

In Buchholz wurden die Bakterien in einem Wohnblock nachgewiesen

os. Buchholz. Die Mitteilung des Vermieters war für die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Buchholz ein Schock: Als ein Vorratsspeicher ausgetauscht wurde, fanden Gesundheitsexperten im Wasser Legionellen "in mittlerer Konzentration".
Was muss ich tun, wenn die stabförmigen Bakterien, die zu grippeähnlichen Erkrankungen und im schlimmsten Fall zu Lungenentzündungen führen können, im Leitungswasser nachgewiesen werden? Das WOCHENBLATT fragte bei den Buchholzer Stadtwerken nach. "Zunächst muss man wissen, dass Legionellen nur bei stehendem Wasser in Hausinstallationen vorkommen", sagt Winfried Brockmann von den Stadtwerken. Im Buchholzer Netz kämen die Bakterien nicht vor.
Nach der Trinkwasserverordnung müssen Unternehmer und Inhaber einer Trinkwasser-Installation Großanlagen regelmäßig überprüfen, die mehr als 400 Liter Inhalt haben und bei denen Warmwasserleitungen mit mehr als drei Litern Inhalt zwischen Trinkwassererwärmer und der Entnahmestelle vorhanden sind. Meistens ist das in Schwimmbädern, Kühltürmen und Krankenhäusern der Fall.
Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft finden Legionellen optimale Lebensbedingungen in Installationsanlagen von Süß- oder Salzwasser bei Temperaturen zwischen 25 und 50 Grad Celsius und langen Verweilzeiten. Wenn Legionellen nachgewiesen werden, raten Experten, den Warmwasserhahn voll aufzudrehen und mehrere Minuten lang laufen zu lassen. So taten es im vergangenen November gleichzeitig 200 Familien in einem Wohnblock in München. Dort waren Legionellen in stark überhöhter Konzentration festgestellt worden.
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