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Ein Duo kämpft sich nach oben

Sie träumen von einer großen Karriere in der Baseball-Profiliga MLB: Maik Ehmcke (li.) und Daniel Thieben
 
Auf dem Wurf-Hügel zu Hause: Pitcher Daniel Thieben

Baseballprofis Daniel Thieben und Maik Ehmcke träumen von der großen Karriere in den USA

os. Dohren. Die Baseball-Profis Daniel Thieben (21) und Maik Ehmcke (20) sehnen sich nach Ruhe. Und nach einem leckeren Schnitzel. Nach einer anstrengenden Saison in den USA und der Teilnahme mit der deutschen Nationalmannschaft an der EM in Regensburg und Tschechien in der vergangenen Woche - Deutschland schloss auf Platz fünf ab - legen die beiden Nachwuchscracks im Heimaturlaub im beschaulichen Dörfchen Dohren (Landkreis Harburg) die Beine hoch und genießen die kulinarischen Vorzüge der deutschen Küche. Eine Wohltat nach monatelangem Hotelessen: Während der regulären Baseball-Saison sind Thieben und Ehmcke ausschließlich in Hotels untergebracht. Die beiden Nachwuchsasse aus "Good old Germany" nehmen das auf sich für ihren großen Traum: eine Karriere in der US-Profi-Liga MLB.
Pitcher (Werfer) Daniel Thieben spielte zuletzt im US-Bundesstaat Virginia für die Pulaski Mariners, einem Ableger der MLB-Mannschaft Seattle Mariners. Outfielder Maik Ehmcke war für die Missoula Osprey in Montana im Einsatz, einem Farmteam der Arizona Diamondbacks.
Die beiden gebürtigen Buchholzer sind mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden. "Ich konnte mich im Vergleich zur Vorsaison deutlich steigern", sagt Daniel Thieben. Als sogenannter "Relief Pitcher" kommt er immer dann zum Einsatz, wenn dem Startwerfer die Puste ausgeht. Eine wichtige Aufgabe, denn Thieben muss sofort hellwach sein.
Der schlagstarke Ehmcke war froh, gleich in seinem ersten Jahr in den USA in der "Rookie Advanced"-Liga antreten zu dürfen, der zweituntersten Stufe der Nachwuchs-Ligen. Thieben und Ehmcke sind noch fünf Schritte von der MLB entfernt.
Baseball spielen lernten die bodenstädigen Typen bei den Dohren Wild Farmers, von dort ging es ins Baseball-Internat in Regensburg. In den USA, haben beide festgestellt, ist das sportliche Niveau um ein Vielfaches höher als in Deutschland, selbst in den unteren Ligen. "In Amerika hat man es nur mit Profis zu tun", erklärt Daniel Thieben den Unterschied. "Während ich in der Bundesliga rein sportlich nur vor zwei oder drei gegnerischen Spielern Respekt haben musste, kann mir in den USA jeder Gegner die Bälle um die Ohren schlagen."
In den kommenden Wochen wollen Thieben und Ehmcke Kräfte sammeln, sich spätestens im Dezember im Fitnessstudio auf Vordermann bringen, um gut vorbereitet zu sein für die kommende Saison. Ende Februar fliegt das Duo wieder in die USA, beim "Spring Training" im März wollen sich die beiden sympathischen Sportsleute für die nächsthöhere Liga empfehlen. Thieben würde dann in Everett im US-Bundesstaat Washington spielen, Ehmcke in Hillsboro (Oregon). Ein direktes Aufeinandertreffen der beiden deutschen Nationalspieler wäre dann möglich.
Wenn Daniel Thieben und Maik Ehmcke erfolgreich ihren großen Vorbildern nacheifern, sind sie in einigen Jahren gemachte Männer: Die Top-Stars Felix Hernandez (28, Seattle) und Paul Goldschmidt (27, Arizona) verdienen zweistellige Millionen-Dollar-Beträge - pro Saison!