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Hans-Albert Kusserow: Der "Netzwerker" feiert seinen 70. Geburtstag

Hans-Albert Kusserow feiert seinen 70. Geburtstag (Foto: wd)

tk. Buxtehude. Wenn es in Buxtehude einen Menschen gibt, der den Begriff Netzwerk erfunden hat, bevor "netzwerken" zum Modewort wurde, es wäre Hans-Albert Kusserow. Der bekannte CDU-Politiker und Unternehmer wird am Samstag 70 Jahre alt.

Manche nennen ihn auch "Strippenzieher".. Was Kusserow früher als unfreundlichen Titel aufgefasst hätte, sieht er jetzt entspannt: "Um an den richtigen Strippen zu ziehen, braucht man lange Zeit, da wird man bei alt", sagt Kusserow. Man dürfe ihn als "Strippenzieher" bezeichnen, wenn man dabei beachte, dass das auch bedeute, sich für andere einzusetzen.

Der bei Flensburg aufgewachsene Landwirtssohn kam als Nobody nach Buxtehude und wollte eigentlich nicht lange bleiben. Wie lerne ich Menschen kennen, wie knüpfe ich Kontakte, war für ihn eine zentrale Frage. Mitmachen und in Vereine eintreten, hieß die Lösung. "Inzwischen bin ich Mitglied in 26 Vereinen". sagt Kusserow.

Der Christdemokrat schreckt auch nicht davor zurück, bei traditionell SPD-nahen Organisationen mitzumischen. Zum Beispiel bei der AWO. Das habe bei manchen altgedienten Christdemokraten Kopfschütteln gegeben.
Politik spielt eine wichtige Seite in Kusserows Leben, ist aber nicht als Dauerbeschäftigung angelegt. Sein Ratsmandat in Buxtehude hat er aufgegeben, den Kreistag wird er zum Ende der laufenden Wahlperiode verlassen. Als 40-Jähriger habe er die über 70-Jährigen in der Politik gesehen und sich gesagt: "Das wird mir nicht passieren." "Mit Altersstarrsinn lässt sich nichts bewegen", fügt Kusserow hinzu - muss dabei aber lachen. Denn diesen Charakterzug wird ihm wohl kaum jemand nachsagen.

Als Unternehmer könne er dagegen nicht so ohne weiteres kürzertreten. Weniger gehe nicht, die Arbeit sei da und müsse erledigt werden, so der Gründer der Ingenieurgesellschaft KFP. "Ich muss irgendwann ganz aufhören", sagt Kusserow. Wann auch immer irgendwann sein wird.

Dann müsse sich aber niemand sorgen, dass dem Mann langweilig werden könne. "Ich falle nicht in ein Loch." Häufiger wieder Treckerfahren, sagt der Hobbylandwirt, sei schon wünschenswert. Langeweile wird für Hans-Albert Kusserow kein Problem werden.