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"Himmlische" Hommage an einen Fluss: Die Este von oben

Werner Schmidt in Aktion
jd. Apensen. Das Wasser der Este muss für ihn ein ganz besonderes Elixier sein: Werner Schmidt, Ex-“Dorfsheriff“ von Apensen und waschechter Buxtehuder Jung, hat es schon als Knirps immer wieder zum Esteufer gezogen. Der kleine Fluss, der von der Quelle in der Heide bis zur Mündung bei Cranz gerade mal 62 Kilometer misst, schlägt Schmidt auch als Rentner noch immer in seinen Bann. Vor drei Jahren hatte er einen Dokumentarfilm über das Flüsschen gedreht, jetzt folgt eine weitere filmische Liebeserklärung: „Die Este von oben“ heißt Schmidts neuestes Werk. Der rund 45-minütige Streifen wird Anfang 2018 mehrfach im Buxtehuder Kulturforum gezeigt. Premiere ist am Sonntag, 14. Januar, um 11 Uhr.

In seiner zweiten Hommage an die Este lässt der ambitionierte Hobby-Filmer, der vor mehr als 40 Jahren noch zu Super-8-Zeiten mit dem Drehen von Dokumentationen anfing und auch schon Werbefilme für Reiseveranstalter produziert hat, mehr Bilder als Worte sprechen.

Die Aufnahmen aus der Vogelperspektive bieten einen ganz neuen, sozusagen „himmlischen“ Blick auf die Landschaft und auf die Orte, die die Este auf ihrem Weg zur Elbe passiert. Dabei kommt dem Filmemacher die moderne Technik zugute: „Früher musste man für solche Szenen ins Flugzeug steigen, heute lässt man einfach eine Drohne gen Himmel schweben“, sagt Schmidt.

Wer genau hinschaut, entdeckt immer wieder einen weißen Ford Transit, der von oben wie ein Spielzeugauto wirkt. „In dem Wagen ist mein Equipment verstaut“, berichtet der Film-Enthusiast: „Wenn das Wetter schön war, bin ich mit dem Transit zur Este gefahren, um wieder ein paar Sequenzen zu drehen. Die Bilder aus luftiger Höhe haben aber auch ihre Tücken: „Im Sommer versteckt sich der Fluss an vielen Stellen unter den belaubten Bäumen.“

Damit die Zuschauer dennoch die Este stets im Blick haben, nimmt es Schmidt mit dem Wechsel der Jahreszeiten nicht so genau. Wenn beispielsweise mal auf den Winter der Herbst folgt, ist das kein Versehen, sondern „dramaturgisch“ so gewollt.
Aber nicht immer kommt die Drohne zum Einsatz. Zwischendurch bleibt Schmidt hin und wieder am Boden und holt sich Menschen vor die Kamera, die Interessantes über ihre Heimat zu berichten wissen oder besondere Ereignisse wie das Abfischen der Appelbecker Teiche, die Hubertusjagd des Reitvereins Estetal oder das Einläuten der Matjessaison in Buxtehude vorstellen.

Besonders im Fokus hat Schmidt diesmal die untere Este ab Buxtehude: „Es gibt ja ganz aktuelle Pläne, die Este im Bereich des Alten Landes stärker für den Wasser-Tourismus zu erschließen. Für diese Idee möchte ich auch mit meinem Film werben.“