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Jork-Königreich: Neues von der Baustelle

Gut erkennbar: Der rotgepflasterte Fuß- und Radweg ist bereits so gut wie fertig
bc. Jork. Idyllisch geht es zu am Freitagnachmittag in Jork-Königreich. Kaum Autos, viele Fahrradfahrer, fehlen nur noch spielende Kinder auf der Landesstraße. Während die Arbeiten am Obstmarschenweg gut vorankommen, erleben die Anwohner - bis auf den Baustellen-Lärm - verkehrsmäßig recht geruhsame Tage.
Der neue, rot gepflasterte Fuß- und Radweg ist schon so gut wie fertig. Jetzt geht es an die eigentliche Straße. Weil die Kleiböden im Alten Land feucht und weich sind, muss die Baufirma eine spezielle Geotextil-Folie verlegen, um so Zugspannungen zu verteilen und spätere Absenkungen zu vermeiden. Auf die Folie kommt eine Tragschicht, dann die Asphaltbinderschicht, die derzeit auf den ersten 500 Metern von der Königreicher Kreuzung Richtung Jork in den ausgekofferten Untergrund eingearbeitet wird. Die Deckschicht soll später in einem Guss aufgetragen werden.
Hans-Jürgen Haase, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, ist zuversichtlich, was den angepeilten Zeitplan angeht: „Derzeit sieht es so aus, dass wir den Freigabe-Termin Ende Oktober halten können.“ Auch einige hundert Meter weiter Richtung Jorker Ortsmitte schreiten die Bauarbeiten beim sogenannten Lückenschluss auf der L140 (das WOCHENBLATT berichtete) voran. Zwischenzeitliche Probleme aufgrund unbekannter Leitungen sind behoben und hätten laut Haase zu keinen Zeitverzögerungen geführt. Ende August soll die Straße in diesem Bereich wieder befahrbar sein.
Unterdessen haben die Gewerbetreibenden mit den Folgen der Sperrungen zu kämpfen. Auch wenn sie bemüht sind, positive Stimmung zu verbreiten, ist die Baustelle für einige Geschäftsleute ein Schlag ins Kontor. So erzählt z.B. Ilona Steinberg vom Galloway-Biohof „Münchhof“, dass die Umsätze in ihrem Hofladen um bis zu 75 Prozent zurückgegangen sind. Ihre Hoffnung, dass die Baustelle, die im kommenden Jahr auf der L140 nach Osterjork wandert und dann genau vor ihrer Haustür liegen wird, einseitig befahren werden kann, ist groß.
Haase bleibt diesbezüglich skeptisch. Zwar prüft derzeit ein vom Land beauftragtes Ingeniuerbüro die Machbarkeit, der Behördenleiter sagt aber auch: „Wahrscheinlich wird es ohne Vollsperrung nicht gehen.“ Der alte, sehr uneben gepflasterte Seitenstreifen sei für den Verkehr nicht befahrbar.
• Unterdessen ist auch die Brücke am Lühe-Sperrwerk vollgesperrt - planmäßig noch bis Mittwoch, 2. August. Danach geht es wie schon zuvor auf nur einer Fahrspur über die Brücke. Am 20. Oktober ist geplant, die Straße wieder komplett freizugeben.


Bergfest mit Bratwurst


Die Geschäftsleute entlang der L140 planen am Samstag, 12. August, ein Baustellen-Bergfest auf dem Grundstück Obstmarschenweg 12a. Eingeladen sind von 15 bis 18 Uhr alle interessierten Bürger. Es gibt Bratwurst und Getränke gegen kleines Geld. Drogist Timm Hubert: „Wir freuen uns über die zügige und problemlose Bauphase.“