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Buxtehuder AfD zieht "Angst"-Antrag zurück

Die breite Mehrheit im Inneren Ausschuss stellte sich gegen den Antrag der AfD, ein behördenübergreifendes Sicherheitskonzept zu erarbeiten (Foto: tk)

Andere Fraktionen kritisieren Panikmache wegen angeblicher Verbrechen in der Estestadt

tk. Buxtehude. "Damit kann ich nichts anfangen", sagte Michael Lemke, Fraktionschef der Grünen. "Damit habe ich Bauchschmerzen", meinte Sylvia Köhnken (CDU) und Thomas Sudmeyer (SPD) forderte: "Nennen Sie Ross und Reiter!" Der Antrag der AfD, dass Buxtehude ein behördenübergreifendes Sicherheitskonzept brauche, weil es auf den Straßen der Estestadt immer unsicherer werde, wurde mit deutlichen Worten von den anderen Fraktionen abgelehnt.



Anke Lindszus (AfD) begründete den Antrag damit, dass ihrer Fraktion "aus mehreren Quellen" Informationen über Verbrechen in Buxtehude zugetragen worden seien. Es gebe immer mehr Straftaten. Das sei auch statistisch zu belegen.

Das WOCHENBLATT hatte bereits über den AfD-Antrag berichtet. Auslöser für den Vorstoß der AfD war ein Überfall im September vor dem Bahnhof. Von drei Schwerverletzten spricht die AfD, von einfacher Körperverletzung geht die Polizei aus. So wie der Antrag formuliert war, argumentierte auch Anke Lindszus. Es gebe viele Straftaten, über die in der Zeitung nicht berichtet werden. Wenn man das interpretiert, kommt folgende Schlussfolgerung heraus: Polizei und Medien haben sich darauf verständigt, Verbrechen zu verschweigen.

"Nichts herbeireden, was nicht existiert", meinte Michael Lemke. Und Thomas Sudmeyer kritisierte, dass Dinge, die in sozialen Netzwerken "herumgeistern", viel zu schnell als Tatsachen dargestellt werden. Klemens Kowalski (Die Linke): "Bitte keinen Einzelfall so aufbauschen, dass gleich eine Massenpanik entsteht."

Angesichts des Gegenwindes relativierte die AfD-Politikerin den Antrag, der plötzlich nur noch eine Anfrage sein sollte. Wenn Buxtehudes Polizeichef Jan Kurzer im Ausschuss über das Thema Sicherheit auf Buxtehudes Straßen reden würde, dann sei sie zufrieden. Lindzsus zog den Antrag schließlich zurück.
Was Kurzer den Politikern sagen wird, hatte er dem WOCHENBLATT schon mitgeteilt: "Es gibt keine Angsträume in Buxtehude. Wer hier lebt, lebt sicher."