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Buxtehuder Moschee-Bau: Genehmigungsverfahren läuft noch

(Foto: Foto: tp)

tk. Buxtehude. "Wir erfahren von der Stadt nichts mehr", kritisiert Thomas Koch. Er und weitere Bürger aus Immenbeck und Eilendorf hatten im April eine Liste mit rund 450 Unterschriften an den damaligen Bürgermeister Jürgen Badur übergeben. Sie protestierten damit gegen den Standort der Moschee am Alten Postweg, die die islamische Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) errichten möchte. "Alle halten sich bedeckt", so Koch.

Der Protest wird heute wie damals von dem SPD-Rastherrn Horst Subei unterstützt. Der spricht über den Moschee-Bau als "schwierige Materie", kritisiert aber, dass die Anlieger sechs Monate lang nicht von der Stadtverwaltung informiert worden seien.

Das WOCHENBLATT hat nachgefragt: "Es gibt nichts Neues zu vermelden", sagt Stadtbaurat Michael Nyveld. Der Stand der Dinge: Die geplante Erweiterung von Synthopol, das Chemie-Unternehmen in der Nachbarschaft, erfordert weitere Untersuchungen, bis über den Bauantrag für die Moschee entschieden werden kann (das WOCHENBLATT berichtete). Die Werkserweiterung könnte dazu führen, dass es bei neuen Bauprojekten in der Umgebung zu Einschränkungen, Auflagen oder - im schlimmsten Fall - zu einem Bauverbot kommen könnte. "Kurzfristig wird es keine Entscheidung geben", betont Nyveld. Weitere Gutachten seien in Arbeit, Ergebnisse erst im kommenden Jahr zu erwarten.

Die Pläne der AMJ hatten im Frühjahr zu Anwohnerprotesten geführt. Sie fordern einen anderen Standort für die Moschee. Der Alte Postweg sei nicht geeignet. Sie befürchten unter anderem mehr Verkehr.

Die Stadtverwaltung hatte dagegen argumentiert, dass der Moschee-Bau durch die AMJ ein normaler Bauantrag sei, wie für jedes Einfamilienhaus. Darüber entscheide weder die Politik, noch hätten Nachbarn ein Mitspracherecht bei der Planung und Standortfrage. Der Vorstoß jetzt ist ein deutliches Indiz: Der Konflikt ruht, ist aber noch nicht ausgestanden.