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Geheimsitzung des Rates: Wird das Buxtehude Museum durch Immobilienkauf erweitert?

Das Gebäude rechts neben dem Museum könnte in den Besitz der Stadt kommen und baulich mit dem Buxtehude Museum verbunden werden. (Foto: tk)

tk. Buxtehude. Wenn das klappt, wäre das ein ganz großer Wurf: Die Stadt hat die Möglichkeit, das Haus direkt neben dem Buxtehude-Museum am Petri Platz zuerst zu pachten und anschließend zu erwerben. Weitestgehend soll zwischen den Besitzern der Immobilie und der Stadt Einigkeit erzielt worden sein. Das wurde während einer nicht-öffentlichen Ratssitzung am vergangenen Donnerstag beschlossen.

Für Buxtehude und sein Museum wäre das ein Schritt nach vorne, denn das Haus könnte ins Museum integriert werden. In der nicht-öffentlichen Verwaltungsvorlage, die dem
WOCHENBLATT vorliegt, ist die Rede davon, dass „eine direkte bauliche und konzeptionelle Verbindung zum Museum hergestellt werden kann“. Ziel sei es, das Museum stärker zum Petri Platz hin zu öffnen.

Das - in Verbindung mit einer Umgestaltung des Petri Platzes - wäre in der Tat ein großer Wurf. Darüber, dass der Platz umgestaltet werden könnte, ist schon länger diskutiert worden. Problem: In eine Gesamtkonzeption würde auch die Petri-Kirche eingebunden werden. Die wird von einer kleinen Mauer umgeben. Gegen
den Abriss dieser Mauer hat es bereits heftige Proteste gegeben. Eine Zustimmung des Petri-Kirchenvorstands kann nicht als sicher gelten. Kerngedanke der Neugesstaltung war aber, dass der gesamte Platz eine zusammenhängende Fläche ohne Begrenzungen wird.
Was den Kauf des Hauses neben dem Museum auch ohne die Platz-Umgestaltung wichtig macht: Die Sanierung des Museums hat begonnen. Das gesamte Haus wird dabei auch konzeptionell erneuert (das WOCHENBLATT berichtete). Neben der Stadtgeschichte werden dann auch die Altsachsenfunde aus Immenbeck einen festen Platz bekommen. Eine Erweiterung würde die Attraktivität noch erhöhen.

Nach Insider-Informationen soll auch das Gebäude am Petri Platz neben der potentiellen Museums-Immobilie zum Verkauf stehen. Daran soll die Stadt allerdings kein Interesse haben, weil eine bauliche Verbindung zum Museum nicht möglich ist.
Die Pläne mit dem Haus neben dem Museum sollen aber schon so weit gediehen sein, dass es konkrete Etat-Positionen geben soll. Der Preis soll bei 635.000 Euro liegen.
Zurzeit hat die Stadt aufgrund sprudelnder Steuerquellen offenbar gut gefüllte Kassen, um Immobilien zu erwerben: Das ehemalige Polizeikommissariat an der Grothe-Marie-Straße, zurzeit im Besitz des Landes, soll nach Möglichkeit auch von der Stadt gekauft und nach einem Umbau als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt werden.