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Geplantes Buxtehuder Baugebiet Giselbertstraße: Mit oder ohne die HBI?

Längs der Giselbertstraße Richtung Baugebeit "Königsdamm" wird Buxtehudes größtes Neubaugebiet in den kommenden Jahren entwickelt (Foto: tk)

tk. Buxtehude. Diese Nachricht war eine mittlere Sensation: Die HBI (Hausbau-Immobiliengesellschaft aus Nottensdorf) hat sich nach unbestätigten Angaben ein "Filetstück" im geplanten Neubaugebiet an der Giselbertstraße gesichert. Neun Hektar umfassen die künftigen Wohnbauflächen insgesamt. Nun soll die Stadt über rund sechs, und die HBI über drei Hektar verfügen. Über den Erwerb der HBI-Flächen haben nach ebenfalls unbestätigten Angaben bereits die Stadt und die Immobilien-Unternehmen von Volksbank Stade-Cuxhaven und Sparkasse Harburg-Buxtehude verhandelt - ohne Erfolg.

Da die vom Land jetzt offiziell festgelegten Überflutungsflächen das Areal an der Giselbertstraße auslassen, kann das größte Buxtehuder Baugebiet für die kommenden Jahre nun geplant werden. Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt hatte davon gesprochen, dass ökologisches und bezahlbares Wohnen dabei eine wichtige Rolle spielen sollen. Die Giselbertstraße solle Modellcharakter bekommen. Ob Buxtehudes nächstes Neubaugebiet mit der HBI als einer der beiden großen Investoren schneller oder langsamer vorankommt, ist noch unklar.

Was jetzt auf politischer Ebene entschieden werden muss: Die Stadt kann theoretisch ein Vorkaufsrecht geltend machen, um sich die absolute Planungshoheit über das Gebiet zu sichern. Dann wäre die HBI draußen. Aber: Ob das der Fall sein wird, ist zweifelhaft. Erste politische Signale deuten auf einen Verzicht dieses Instruments hin. Aus Erfahrung wurde man offensichtlich klug: Die Stadt hatte vor einigen Jahren vor allem auf Betreiben der SPD ihr Vorkaufsrecht bei den neuen Wohnbauflächen in Ottensen genutzt. Die Folge waren unter anderem mehrere Prozesse. Außerdem, das wird hinter vorgehaltener Hand kritisiert, sei angesichts der hohen Grundstückspreise dort vom Gedanken des Sozialen wenig übrig geblieben.

Einige Ratspolitiker wollen zumindest prüfen, ob es richtig und möglich wäre, wenn die Stadt die gesamte Giselbertstraße in ihrer Regie entwickelt. In den kommenden zwei Wochen soll eine Entscheidung fallen.
Zumindest ist jetzt Tempo in die Entwicklung der Giselbertstraße gekommen. In Buxtehude fehlen Wohnungen und dort sollen auch mehrgeschossige Häuser entstehen.
HBI-Geschäftsführer Sven Geertz gibt zum Grundstückserwerb in der Giselbertstraße und der geplanten Entwicklung derzeit keinen Kommentar ab.