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Keine gute Lösung für den SV Ottensen

Karl-Heinz Sichlinger vor einigen Wochen auf dem neuen provisorischen Platz: "Den nutzen wir in Eigenregie"
Kunstrasenplatz ist vom Tisch: Am Schulzentrum Süd entsteht ein Rasenplatz / Für anderes gibt es keinen Kreis-Zuschuss

tk. Buxtehude. Der Beschluss der Buxtehuder Politik steht: Am Schulzentrum Süd (SZ Süd) wird der Grandplatz in einen Rasenplatz umgewandelt. Für den vor allem vom SV Ottensen gewünschten Kunstrasenplatz wird es keine Kreis-Zuschüsse geben. Damit ist der Sportverein zum zweiten Mal das Opfer gescheiterter Vorhaben. "Seit 2012 wird geplant, allmählich bin ich sauer" sagt Vereinsboss Karl-Heinz Sichlinger.
Manche in der Politik sehen den Bau des Rasenplatzes als Einlösung des politischen Versprechens an den SV: "Wir lassen Euch nicht im Regen stehen." Das Problem für den Verein: Auf dem Platz am SZ Süd hat Schulsport immer Vorrang und in den Sommerferien ist die Fläche sechs Wochen lang gesperrt. Bei einem Sommer mit Dauerregen noch sehr viel häufiger. Freudlich formuliert spricht Sichlinger von einer "starken Nutzungseinschränkung". Daher wurde vom Vereins ein Kunstrasenplatz der ganzjährig nutzbar ist, bevorzugt.
Sichlinger rechnet vor: 19 Mannschaften sind im Punktspielbetrieb aktiv. Fünf Herren- eine Damen- und 13 Jugendmannschaften. In den Sommerferien - der Schulplatz ist dicht - beginnt langsam die Saisonvorbereitung. Und selbst dann, wenn das Grün freigegeben ist, darf nicht nach Herzenslust gekickt werden. Aus Lärmschutzgründen darf jeweils nur eine Mannschaft trainieren. Ein gemeinsames Training von Erster und Zweiter Herren wäre damit untersagt. Zudem ist Sport nur zwischen 15.30 und 21 Uhr erlaubt.
Die Mitglieder des SV Ottensen reagieren inzwischen auch deshalb etwas genervt, weil sie ihren Platz an der Apensener Straße zugunsten der privaten "Arena"-Planung aufgegeben hatten. Sie sollten dort einen neuen Sportplatz bekommen. Daraus wurde, wie aus der "Arena", nichts.
Kleiner Lichtblick: Die von Familie Augustin am Ottensener Ortsrand zur Verfügung gestellte provisorische Sportfläche kann schon jetzt genutzt werden. Der Rasen ist gut angewachsen. "Über diese Nutzung entschieden wir in Eigenregie", freut sich sichlinger.