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Rübker Straße als Autobahnzubringer: BI hinterfragt Landkreis-Zahlen kritisch

Die Kreuzung Rübker Straße/Konrad-Adenauer-Allee wäre eine Mega-Knotenpunkt, wenn die K40 zum Autobahnzubringer ausgebaut würde
Bürgerinitiative gegen den K40-Ausbau kritisiert Landkreis-Planungsunterlagen

tk. Buxtehude. Die Planfeststellungsunterlagen zum Ausbau der K40 (Rübker Straße) zum A26-Autobahnzubringer in Buxtehude liegen seit Kurzem öffentlich aus. Die Bürgerinitiative (BI), die gegen diese Pläne kämpft, hat die Aktenordner studiert. BI-Sprecher Ulrich Felgentreu: "Wir bezweifeln Zahlen und kritisieren, dass viele Fragen trotz vier Jahren Planung nicht beantwortet werden."



• Das kritisiert die BI: In einer Berechnung des Zubringerverkehrs auf einer neu zu bauenden Umgehung (als Alternative zur K40) kommt der Kreis auf täglich 24.000 Fahrzeuge. Auf der K40 als Zubringer sollen dagegen 21.000 Autos fahren. Wo kommen die 3.000 zusätzlichen Autos her?, fragt die BI. "Wenn diese Zahlen nicht stimmen, dann sind bei allen Berechnungen Zweifel angebracht", so Felgentreu.

• Die K40 muss beidseitig mit Lärmschutzwänden zugebaut werden. Damit die Anwohner ihre Häuser erreichen können, wird direkt hinter dem Bollwerk eine neue Anliegerstraße gebaut. Die BI kritisiert dabei eine Verkehrsführung für die Anwohner, die irrwitzig sei. Das Rechtsabbiegen stadteinwärts (zur Konrad-Adenauer-Allee) sei aufgrund von durchgezogenen Linien von der ersten Anliegerstraße nicht möglich. Anstatt nur wenige Meter nach rechts zur Kreuzung zu fahren, müssten alle Anlieger über den Kälberweidenweg, Bollweg, Harburger Straße zur Konrad-Adenauer-Allee fahren. "Nicht hinnehmbar", findet Felgentreu.

• Außerdem kritisiert die BI, dass es bei den Lärmschutzberechnungen, die für jedes Grundstück an der K40 erstellt wurde, keine nachvollziehbaren Berechnungsbeispiele gibt. "Wie der Kreis zu den Ergebnissen kommt, ist nicht nachvollziehbar", sagt Felgentreu.

• Weiterer Kritikpunkt: Die Gärten hinter den Häusern an der K40 wurden laut BI stererotyp als Vorgarten eingestuft. "Wer kommt zu solchen Ergebnissen", fragt der BI-Sprecher. Viele Gärten seien echte Biotope.
• Was ebenfalls fehlt: Während der Bauarbeiten müssen alle Versorgungsleitungen gekappt werden. "Wie die Anwohner dann versorgt werden, wird mit keinem Wort erwähnt", so Felgentreu.

Die BI zieht als Fazit: Der Landkreis verhindert mit seiner aus BI-Sicht fehlerhaften Planung, dass Buxtehude einen Autobahnzubringer bekommt. "Rechtlich und städtebaulich ist der Ausbau der Rübker Straße nicht zu machen", sagt Ulrich Felgentreu.