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Sollen Radfahrer auf die Straße? Die "Bauchschmerzen" bei Buxtehuder Politikern bleiben

Auf der Straße oder wie bisher auf dem Fuß- und Radweg? Über das Radfahren am Ottensener Weg herrscht Uneinigkeit (Foto: ab)
Radfahrer auf der Fahrbahn am Ottensener Weg: Politik ist uneinig

tk. Buxtehude. Es ist für viele eine Glaubensfrage: Sollen Radfahrer die Straße oder einen eigenen Radweg benutzen? Darüber wurde kürzlich im Buxtehuder Ausschuss für Stadtentwicklung erneut debattiert. Es ging dabei vordergründig um die schnelle Radwegverbindung - auf separaten Streifen, aber auf der Fahrbahn - von Ottensen in die Stadtmitte. Diese Piste ist ein Teil des Ra
dverkehrskonzeptes, doch die Politik tut sich schwer, grünes Licht dafür zu geben.

Vor der Sommerpause wurde das Thema vertagt und gemeinsam sind die Ausschussmitglieder die Strecke geradelt. Die Verwaltung hat zudem leichte Veränderungen in der Planung vorgenommen. So sollen etwa im Bereich des Krankenhauses die Parkplätze am Ottenser Weg quer angeordnet werden. Damit würde eine unübersichtliche und gefährlich Situation entschärft.
Michael Nyveld, Erster Stadtrat und Chef der Bauverwaltung, warb für das Konzept und dafür, dass Radfahrer auf der Straße fahren. "Wir müssen umdenken und verinnerlichen, dass auch Radfahrer dorthin gehören." Der Ottensener Weg sei dafür "ein gutes Signal". Zustimmung kam von Benjamin Koch-Böhnke (Linke): "Lasst uns anfangen."

Ein klares Nein dagegen von Susi Milewski (CDU): Die Strecke sei an vielen Stellen wegen kaputter Fahrbahnränder und parkender Autos nicht geeignet. Und Christian Krüger (SPD) bekannte: "Ganz ehrlich - ich habe mich bei der Befahrung auf dem Radweg wohler gefühlt."

Ulrich Felgentreu (Grüne) kritisierte seine Ausschusskollegen: "Hier sitzen offenbar nur Autofahrer." Und die gingen davon aus, dass die Straße vor allem ihnen gehöre. Felgentreu forderte, das Radverkehrskonzept zumindest bis zum "Klöterbusch" umzusetzen. Damit wäre ein Anfang gemacht und die schwierige Verkehrsführung im Bereich des B73-Zubringers erst einmal außen vor.

Die Bedenken, oder wie es manche Politiker nannten "die Bauchschmerzen", blieben bei einer Mehrheit der Ausschussmitglieder bestehen. In den Fraktionen wird weiter beraten.