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Wie eine Uralt-Planung ein aktuelles Vorhaben in Buxtehude beeinflusst

Das geplante Baugebiet Giselbertstraße muss in der Ausdehnung Rücksicht auf eine Uralt-Umgehungsstraßen-Planung nehmen (Foto: tk)
Wieso hat die nie verwirklichte A26-Anschlussstelle Auswirkungen auf das Baugebiet Giselbertstraße?

tk. Buxtehude. Kann eine Uralt-Planung aus der Schublade ein aktuelles Vorhaben beeinflussen? Das WOCHENBLATT hatte vor Kurzem über die vergessene Buxtehuder Autobahnabfahrt berichtet, die im aktuellen Buxtehuder Flächennutzungsplan (F-Plan) eingezeichnet ist. Diese nie konkret geplante Ausfahrt und eine als Anbindung vorgesehene Westumgehung beeinflussen aber die Größe des neuen Baugebietes Giselbertstraße. Wie kann das angehen? Das WOCHENBLATT hat nachgefragt.

Buxtehudes Erster Stadtrat Michael Nyveld erklärt: Obwohl die Ausfahrt keine Rolle mehr spielt, müssen die theoretischen Auswirkungen auf die Ausdehnung des Baugebietes Giselberstraße berücksichtigt werden. Bestimmte Mindestabstände seien einzuhalten. "Theoretisch wäre es ja denkbar, dass die Politik irgendwann zu einer anderen Bewertung kommt und den Bau tatsächlich angeht", so Nyveld. Die Fortschreibung der Grundlagenplanung im F-Plan werde in den kommenden drei Jahren eine Aufgabe für die Politik werden, sagt Michael Nyveld.

Wäre es überhaupt noch möglich, die Ausfahrt zu bauen? Hans-Jürgen Haase, Leiter der Landesbehörde für Verkehr in Stade und damit für den A26-Bau verantwortlich, muss schmunzeln. Theoretisch könnte ein neuer Planfeststellungbeschluss zum Rückbau der geplanten und zum Bau der neuen Ausfahrt gefällt werden. Der Trassenverlauf der A26 wäre davon übrigens nicht betroffen. Aber: "Dem müsste der Bund als Bauherr zustimmen.", so Haase. Weil die bereits freigegebene Jorker Ausfahrt nur einen Steinwurf von der nie realisierten Anschlussstelle entfernt ist, würde der Bund nach Haases Meinung einen solchen Plan mit Sicherheit ablehnen.

Die Hoffnung der Bürgerinitiative (BI) Rübker Straße, mit dieser Uralt-Planung eine Alternative zum Ausbau der K40 zu haben, hat keine Chance auf Umsetzung. Der neue Rat wäre dann gut beraten, diese Uralt-Planung auch aus dem F-Plan herauszunehmen.