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Wie teuer kann die OsteMed-Fusion werden?

Nächster Halt Fusion? Das Elbe Klinikum verhandelt noch über die Fusion mit den defizitären OsteMed-Kliniken im Kreis Rotenburg

tk. Stade. Werden die Elbe Kliniken die defizitären OsteMed-Kliniken in Zeven und Bremervörde ganz oder teilweise übernehmen? Mit dem Landkreis Rotenburg, derzeitiger Eigentümer der Häuser, und weiteren Interessenten für die beiden Einrichtungen, laufen derzeit intensive Gespräche, die schon sehr viele Details betreffen sollen.

Neben der Kernfrage, ob es nur einen einzigen Partner für beide Krankenhäuser samt Altenheim gibt, dürfte es vor allem ums Geld gehen: Die Klinik-Standorte Zeven und Bremervörde haben offenbar höhere Schulden angehäuft und in beiden Häusern soll es einen Investitionsstau geben. Übernimmt das ein Investor freiwillig oder muss die Politik im Nachbarlandkreis in die Bresche springen? Im Juli hat der Kreis Rotenburg noch einmal 2,5 Millionen Euro zugeschossen. Zurzeit ist der Kreis Rotenburg der alleinige Eigentümer der OsteMed-Kliniken. Die Geschäftsführung wird übergangsweise von den Elbe Kliniken übernommen.

Kenner der norddeutschen Krankenhaus-Szene halten es theoretisch für denkbar, dass einer der großen privaten Klinik-Konzerne ein Angebot für das Gesamtpaket abgegeben hat. Auf Dauer, so ein Insider, seien aber Standort und Jobs gefährdet. Für Gesundheitskonzerne ergebe der Kauf nur dann einen wirtschaftlichen Vorteil, wenn die Anbindung an größere, eigene Krankenhäuser gewährleistet ist. Das könnte nach Aussagen des Fachmanns dazu führen, dass Zeven und Bremervörde deutlich "eingedampft" werden. Vielleicht zu so genannten Portalhäusern. Das sind Minikrankenhäuser, die bei weitergehenden Behandlungen an größere Kliniken überweisen.

Nach unbestätigten Angaben ist neben den Elbe Kliniken als regionaler Interessent das Agaplesion Diakonie Krankenhaus in Rotenburg im Bieter-Rennen. Im Vorfeld hatten aber Agaplesion und Elbe Kliniken deutlich gemacht, dass eine Aufteilung der Standorte sinnvoll erscheine. Zeven zu Rotenburg und Bremervörde zu Stade. An den Senioren-Einrichtungen hatten beide kein Interesse, weil es sich um ein fremdes Geschäftsfeld handelt.

Als Käufer werden noch die Asklepios-Gruppe aus Hamburg sowie der Klinikkonzern Fresenius genannt. Beide sind so finanzstark, dass sie eine Übernahme "wuppen" könnten. Ein Insider bringt zudem die Klinikgruppe Ameos ins Spiel. Der Firmensitz ist in der Schweiz. Das Unternehmen ist im Norden Deutschlands auf Expansionskurs, hat zwei Krankenhäuser in Bremerhaven und eins im Kreis Cuxhaven übernommen.