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Viel zu sperrig für den Sperrmüll

Diese Markise sollte weg - der Weg zur Deponie war allerdings hindernissreich (Foto: privat)
Buxtehude Familie sauer: Markise muss selbst entsorgt werden

tk. Buxtehude. Das Ärgernis für Familie Kelch aus Buxtehude ist fünf Meter lang. Die Markise sollte weg. Und zwar zusammen mit zwei Schränken als Sperrmüll. Der Landkreis teilte den Buxtehudern mit: Die Markise müssen die Buxtehuder selbst entsorgen. Zu sperrig für den Sperrmüll.
Ins Auto der Familie geht das lange Ding nicht rein. "Sollen wir die Markise zur Deponie nach Ardestorf tragen?", fragen Kelchs.
Das WOCHENBLATT fragt bei der Landkreis-Abfallberaterin Sabine Kiehl nach. "Was zu groß ist, ist kein Sperrmüll." 2,20 mal 1,50 Meter und maximal 75 Zentimeter tief dürfe Sperrmüll sein. Das Gewicht dürfe nicht mehr als 75 Kilo betragen. "Sonst können das zwei Mann nicht wuchten", so Kiel.
Dass eine Fünf-Meter-Markise nicht mitgenommen werde, liege daran, dass der Sperrmüllwagen die Teile ein Stück weit einziehe und dann schreddere. Wenn hinten etwas herausrage, bestehe die Gefahr des Splitterns.
"Tut uns leid, aber alles hat seine Grenzen", sagt Sabine Kiehl. Wer sich informieren will, was unter Sperrmüll fällt, solle auf der Landkreis-Seite (www.landkreis-stade.de) den Suchbegriff "Sperrmüll" eingeben.
Also kein Happy-End für Familie Kelch. Die lassen die Markise jetzt von einem Entsorger abholen. Kosten: 30 Euro.