Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Stader Kicker kämpft um Verbleib in 2. Fußball-Bundesliga

Die Rückrunde läuft persönlich gut für Marnon Busch, der insgesamt schon zehn Liga-Spiele in dieser Saison absolvieren konnte (Foto: TSV 1860 München)
Marnon Busch will am Sonntag mit dem 1860 München den Klassenerhalt perfekt machen

bc. Stade. Der kommende Sonntag dürfte zu den bislang aufregendsten Tagen in der Fußballer-Karriere von Marnon Busch gehören. Mit dem TSV 1860 München kämpft der pfeilschnelle Rechtsverteidiger um den Verbleib in der 2. Bundesliga. Ein Auswärtssieg in Heidenheim würde den direkten Abstieg des Traditionsverein abwenden, mit etwas Schützenhilfe wäre auch die drohende Relegation für die Löwen passé.
Vor 15 Jahren ging alles noch etwas gemächlicher zu, als Marnon Busch für den SSV Hagen das erste Mal die Fußballschuhe schnürte. "Stade ist meine Heimat. Hier leben meine Familie und viele Freunde. So oft es möglich ist, bin ich in Stade", sagt der 22-Jährige, der sich unter der Woche mit der Mannschaft im Trainingslager im Allgäu auf die Partie vorbereitet hat.
Nach seiner Zeit in Hagen spielt Busch für Güldenstern Stade, ehe er in der U14 von den Scouts von Werder Bremen entdeckt wird. Vier Jahre lang fährt er fünf Mal die Woche in die Hansestadt zu Trainingseinheiten und Spielen, bevor er ins Internat wechselt. Seine Realschule beendet er noch in Stade, sein Abitur macht er in Bremen. Jetzt ist Marnon Busch Vollprofi, absolviert jedoch nebenbei ein Fernstudium im Bereich Sportbusiness-Management. "Den ganzen Tag nur Fußball ist mir zu wenig. Ich möchte mich auch weiterbilden", sagt der junge Mann.
Für ihn persönlich läuft es in der Rückrunde bei 1860 besser als kurz nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer. Zuletzt absolvierte er sieben Spiele in Folge, bevor er am vergangenen Wochenende aufgrund einer Gelbsperre pausieren musste. Ob er morgen in Heidenheim ran darf, entscheidet sich erst kurz vor der Partie. "Ich fühle mich pudelwohl in München. Der Verein hat tolle Fans", so Marnon Busch, der es bisher jedoch nicht geschafft hat, seinem Lieblingshobby an der Isar nachzukommen: dem Angeln. Das will er möglichst bald nachholen: "Am liebsten angel ich aber an der Deinster Mühle."
Wie konkret seine Zukunft aussieht, ist noch unklar. Ob der Leihspieler zu Werder zurückgeht, ist eine Frage, mit der sich Marnon Busch erst in der Sommerpause beschäftigen will. Vorher gilt die volle Konzentration dem TSV 1860 München und dem Abstiegskampf.
Falls Marnon Busch nach Bremen zurückkehrt, wäre der Landkreis Stade gleich mehrfach bei Werder vertreten. Dann würde der gebürtige Buxtehuder Alexander Nouri, Cheftrainer bei Werder, einen gebürtigen Stader trainieren.