Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Löst sich der Trabrennverein auf?

Luden zur Versammlung ein - der Vorstand mit Silke von Borstel, Petra Baukloh, Dieter Baukloh und Georg von Borstel (v.li.)

Zu wenig Mitglieder bei der Jahreshauptversammnlung des "Vereins für Trabrennen am Krautsander Elbstrand"

ig. Drochtersen. Auf der Elbinsel Krautsand wird es keine Trabrennen mehr geben. Darauf einigte sich kürzlich der Vorstand des "Vereins für Pferderennen am Krautsander Elbstrand" (das WOCHENBLATT berichtete).
Die Gründe für das Aus nach 20 Jahren und 18 Rennen: Sandschiebearbeiten sind kaum noch möglich, eine Obstplantage soll auf dem Areal entstehen, die Zuschauer-Resonanz ließ nach und finanzielle Risiko für den kleinen Verein würde zu groß.
"Wir müssen eine tolle und einmalige Veranstaltung begraben", sagt der Drochterser Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch. "Für die Gemeinde ein Imageschaden." Er verstehe aber - wie auch die Parteien im Drochterser Rat - die Entscheidung.
Am vergangenen Wochenende sollten die Vereins-Mitglieder auf der Jahreshauptversammlug in der "Gauensieker Schleuse" den Vorstandsbeschluss absegnen. Dazu kam es aber nicht. "Drei Viertel der Mitglieder hätten erscheinen müssen", so Renn-Boss Dieter Baukloh. "Die waren nicht anwesend."
Bei einer neuen Sitzung am Freitag, 22. März, um 19 Uhr in der Schleusen-Gastronomie soll der endgültige Schlussstrich unter die beliebte Veranstaltung gezogen werden. Dann reicht die einfache Mehrheit.
Auf der Versammlung bemühten sich die Anwesenden nach Alternativen zu suchen. "Vielleicht einen anderer Standort auf Wiesen wählen", schlug Manfred Walter, Vereins-Mitglied und seit vielen Jahren erfolgreicher Fahrer, vor. Die Suche werde sich schwierig gestalten und die Kosten weiter in die Höhe treiben, antwortete Baukloh. "Auch das einmalige Ambiente geht dann verloren", so Vereinsmitglied und Ratsherr Dirk Ludewig.
Über einen weiteren Vorschlag soll ebenfalls am 22. März beraten werden: Den Verein nicht auflösen, das Rennen 2013 aussetzen und nach möglichen Lösungen suchen. Georg von Borstel, 2. Vorsitzender: "Dazu müssten aber Menschen gefunden werden, die Vorstandsämter übernehmen wollen." Auf der Versammlung war jedenfalls niemand dazu bereit.

Hier geht es weiter:
Doch keine Auflösung des Vereins