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"Sie sollen sich wohlfühlen": Pläne für Asylbewerber-Unterkunft in Marschacht wurden öffentlich vorgestellt

Erörterte die Unterkunftspläne: Architekt Thomas Block
ce. Marschacht. "Je freundlicher wir mit den Flüchtlingen umgehen, desto freundlicher werden sie uns begegnen." Das betonte der Elbmarscher Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth jetzt in der Aula der Marschachter Grundschule. Dort veranstalteten die Kommune und der Landkreis Harburg vor rund 100 Zuhörern eine Infoveranstaltung zur geplanten Asylbewerber-Unterkunft in Marschacht. Neben Roth stellten Thorsten Völker, bei der Kreisverwaltung für die Flüchtlings-Unterbringung mit zuständig, und Architekt Thomas Block das Vorhaben vor.
Am Hagenweg gegenüber der Sportanlage des MTV Obermarschacht sollen voraussichtlich ab Herbst 58 Asylbewerber in fünf separaten Gebäuden untergebracht werden. Errichtet werden diese nicht als triste Container, sondern in Holzbauweise, damit die Bewohner "sich in einer schöneren Atmosphäre wohlfühlen", wie Hans-Peter Meyn erklärte. Er vermietet als Bauherr dem Landkreis sein rund 5.000 Quadratmeter großes Grundstück für die Bebauung. Die Gebäude werden in Wohngemeinschaften für je sechs Flüchtlinge aufgeteilt. Pro Wohngemeinschaft gibt es drei Doppelzimmer, eine gemeinsame Küche und Sanitärräume. In einem der Gebäude wird ein Gemeinschaftsraum eingerichtet und in einem anderen ein Büro für einen Sozialarbeiter.
"Betreiber der Wohnanlage wird voraussichtlich die Organisation Human Care, die sich auch andernorts im Landkreis um die Flüchtlingsbetreuung kümmert und sich auch auf die Ausschreibung der Samtgemeinde Elbmarsch beworben hat", so Thorsten Völker.
Sicherheitsbedenken von einigen Bürgern wegen der unterschiedlichen Nationalitäten der Flüchtlinge und zu erwartender Konflikte versuchte Völker auszuräumen: "Eine stärkere Polizeipräsenz ist in Orten mit Asylbewerberunterkünften nicht nötig geworden."
Rolf Roth begrüßte den Vorschlag des MTV, bei der Ankunft der Flüchtlinge im Herbst für sie ein Willkommensfest zu veranstalten. "Das ist eine bestechend gute Idee", betonte Roth.