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Kein Schimmel mehr am göttlichen Instrument

Kirchenmusiker Martin Böcker zieht ein Register der Röver-Orgel (Foto: Armin Schneider)

Romantische Röver-Kirchenorgel in Mulsum entfaltet wieder ihr volles Klangbild

tp. Mulsum. Die historische Kirchenorgel von Mulsum erstrahlt nach umfassender, rund 31.000 Euro teurer Generalüberholung in neuem Glanz. Wie berichtet, war das göttliche Instrument (Baujahr 1871) von Schimmel befallen, den Orgelbauer Harm Dieder Kirschner und seine Mitarbeiter aus Weener-Stapelmoor in Ostfriesland in aufwendiger Feinarbeit gründlich entfernt haben.

Der Stader Kreiskantor und Orgelsachverständige Martin Böcker (55) ist froh, dass durch die Maßnahme ein Stück regionaler Musikgeschichte bewahrt wurde: "Die Orgel ist Bestandteil eines weltbekannten Orgelreichtums im Elbe-Weser-Raum, den man in solcher Dichte sonst kaum irgendwo wiederfindet."

Die Arbeiten wurden in Mulsum und in der Werkstatt in Stapelmoor in verschiedenen Schritten durchgeführt. Innerhalb eines Vierteljahres wurde die Orgel komplett gereinigt. Der akute Schimmelbefall wurde beseitigt und die Orgel gegen zukünftigen Schimmelbefall behandelt. Zudem wurden technische Bauteile und Pfeifen repariert oder ausgetauscht.

Auf der von dem Stader Orgelbauer Johann Hinrich Röver errichteten Orgel aus der Zeit der Romantik klingt die Musik der zweiten Hälfte des 18. und ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders gut. "Die Orgel in Mulsum eignet sich besonders für Kompositionen von Bach, Mozart, Beethoven und Mendelssohn", so Orgel-Kenner Martin Böcker.

Die zweimanualige Orgel, die rund 800 Pfeifen aus Holz und Metall besitzt, wurde komplett gestimmt, das Klangbild des Instrumentes optimiert und verfeinert. Martin Böcker ist begeistert von ihrem "weichen bis mild-kräftigem Klang".

• Wer die neue Klangschönheit der Orgel erleben will, besucht einen Gottesdienst der Gemeinde Mulsum oder nimmt an einer Besichtigung im Rahmen der Orgelreise der Orgelakademie Stade mit einer Vorstellung durch Martin Böcker am Samstag, 7. Juni, um 10.45 Uhr teil.

www.orgelakademie.de