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Neue Betreiber - neue Namen

Sarah-Lisa Schröder und Torben Wrage haben viel vor mit dem ehemaligen Niedersachsenhof
 
Bevor es ans Renovieren geht, muss erst einmal das Inventar verpackt werden
jd. Harsefeld. Der Harsefelder „Niedersachsenhof“ hat neue Inhaber / Gemeinde verhandelt mit Nachfolgern für das „Kunst Café“
In die Harsefelder Gastro-Szene kommt Bewegung. Gleich bei zwei Lokalen in der Ortsmitte wechselt der Eigentümer bzw. Pächter: Bereits seit einiger Zeit geschlossen ist der „Niedersachsenhof“ an der Marktstraße, der jetzt eine neue Inhaberin hat. Am 29. Juni wird das „Kunst Café“ im Klosterpark zum letzten Mal seine Pforten öffnen. Hier steht ein Pächter in den Startlöchern. Beide Betriebe werden einen neuen Namen erhalten und vom gastronomischen Angebot her künftig anders ausgerichtet sein.

• Zu den alteingesessenen Häusern am Platz gehört der „Niedersachsenhof“. Das Restaurant in dem historischen Fachwerkbau wurde 47 Jahre lang von Karl-Heinz Friedrich geführt. Das Harsefelder Original dürfte den meisten unter dem Spitznamen „Kuddel“ bekannt sein. Sein Sohn Armin übernahm zunächst das Lokal, doch dieser wolle sich anderweitig orientieren und nach Süddeutschland gehen, wird im Ort erzählt. Fakt ist, dass der „Niedersachsenhof“ vor ein paar Monaten zum Verkauf stand.

Inzwischen ist die Übergabe an die neue Eigentümerin vollzogen: Sarah-Lisa Schröder und ihr Lebensgefährte Torben Wrage haben gerade begonnen, die gesamte Inneneinrichtung auszuräumen. Das junge Paar hat zuvor in Hamburg in der Event-Branche gearbeitet. Und wie sollte es anders sein: Beide lernten sich bei einer Veranstaltung kennen: auf einem Konzert von „The Ten Tenors“ im CCH.
Doch warum verschlägt es sie von Hamburg ausgerechnet in die Provinz? „Ganz einfach“, meint Sarah-Lisa Schröder: „Ich bin in Harsefeld aufgewachsen und kehre jetzt zurück in meine alte Heimat.“ Sie und ihr Partner hätten ohnehin geplant, sich mit einer besonderen Idee selbstständig zu machen. Irgendwann habe dann ihre Mutter angerufen und erzählt, der „Niedersachsenhof“ stehe zum Verkauf, so Schröder. Bis zum Herbst nimmt sich das Paar nun Zeit, das ehemalige Restaurant komplett umzukrempeln.

Die Gaststube wird dann nicht wiederzuerkennen sein: Der Tresen und das bisherige Mobiliar verschwinden. Stattdessen sollen Sofas das Ambiente bestimmen. „Wir wollen eine Wohnzimmeratmosphäre schaffen, in der die Gäste sich wie zu Hause fühlen“, schmunzelt Schröder. Ein Café werde es sein und zugleich - da können beiden ihre berufliche Herkunft nicht verleugnen - ein „Event-Salon“, in dem Lesungen oder auch kleine Konzerte stattfinden werden. Auch ein Name ist bereits gefunden: „Panni‘s Wohnzimmer“ - in Anlehnung an einen Kosenamen aus Kindertagen.

• Wie künftig das „Kunst Café“ heißen wird, steht hingegen noch nicht fest. Nach WOCHENBLATT-Informationen sollen die Lokalitäten im Keller des historischen Amtshofes - dem sogenannten Klosterkeller - von der Familie Archantopoulou übernommen werden, die derzeit das griechische Restaurant „Korfu“ gegenüber dem Freibad betreibt. Eigentümer des Klosterkellers ist die Samtgemeinde Harsefeld. Rathaus-Vizechef Bernd Meinke will sich erst zu Details äußern, wenn der Pachtvertrag unterschrieben ist.

Auf Anfrage bestätigte die bisherige Betreiberin des „Kunst Café“, Vaida Krell, dass sie Harsefeld den Rücken kehren wird, um sich anderswo etwas Neues aufzubauen. Was ihre Nachfolger vorhaben, weiß Krell auch nicht. Die Familie Archantopoulou reagierte bisher nicht auf Anfragen des WOCHENBLATT.


• Neugierige und Interessierte können unter www.pannis-wohnzimmer.de online mitverfolgen, wie sich der Niedersachsenhof nach und nach in Panni's Wohnzimmer verwandelt. Dort führt Sarah-Lisa Schröder ein Bautagebuch, in dem sie alle Erlebnisse und natürlich auch Pannen dokumentiert.