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Appel: Bürger kritisieren Zustand der Gemeindestraßen

Schlagöcher und eine völlig kaputte Fahrbahndecke. Kann Asphaltierung helfen?
mi. Appel. Die Gemeinde Appel ist, so könnte man sagen, der Dagobert Duck unter den Kommunen in der Samtgemeinde Hollenstedt. Sie steht finanziell blendend da. Doch Appel ist offenbar eine der Gemeinden mit den schlimmsten Straßen in der Samtgemeinde. So berichten zumindest einige Anwohner rund um den Jägerberg. Sie beschweren sich über Matschpisten, Schlaglöcher und zerstörte Seitenränder.
„Im Sommer staubt es höllisch, im Herbst und Winter kann man hier zu Fuß ohne Gummistiefel kaum noch laufen“, kritisiert ein Anwohner, der aber seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Er sagt, er spreche nicht nur für sich, sondern für viele seiner Nachbarn, die sich ebenfalls über den Zustand der Straßen ärgerten.
Bei einem Ortstermin zeigt der Betroffene die schlimmsten Stellen. So reiht sich zum Beispiel in der Straße Am Schulweg Schlagloch an Schlagloch. Dazwischen stehen auf dem Asphalt immer wieder riesige Pfützen. Wegen des Begegnungsverkehrs sind die aufgeweichten Seitenränder der kleinen Straßen stellenweise stark zerstört. Die Reifen von Autos und Traktoren haben sich zentimetertief in den Boden gegraben. Auf Außenstehende wirken die Straßen Am Schulweg / Everser Dorfstraße (Schaapswosch) weniger wie eine öffentliche Verkehrsverbindung, sondern viel mehr wie ein halb offizieller Schleichweg. Allerdings sind die Straßen auch sehr schmal. Es handelt sich eben um gewachsene, seit Jahrhunderten genutzte Wegverbindungen. Das sagt auch der Anwohner: „Natürlich ist es klar, dass gerade, wenn der Boden im Winter weich ist, die Seitenränder leiden. Wenn sich Autos begegnen muss ja einer auf den Grünstreifen ausweichen. Was mich stört, ist, dass die Straßen in einem permanent schlechten Zustand sind. Ab und an wird die Deckschicht mit Schotter abgestreut, aber richtig erneuert werden sie nicht.“ Der Anwohner bekräftigt, ihm ginge es nicht darum, die für die Straßen zuständige Gemeinde oder den Bürgermeister zu kritisieren oder zu beschuldigen. „Ich möchte nur zeigen, dass die schlechten Straßen für die Betroffenen nicht nur ein Ärgernis, sondern auch eine Belastung sind. Mit einem Kinderwagen zum Beispiel kann man hier kaum noch spazieren gehen.“
Appels Bürgermeister Reinhard Kolkmann will das Problem nicht kleinreden. „Wir haben beide Straßen in der Vergangenheit erneuert.“ Im Weg Schaapswosch seien die Seitenränder befestigt und erhöht worden. Bedingt durch schwere Erntemaschinen, aber auch zu schnell fahrende Pkw, sei der Schulweg stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Kolkmann: „Eine Lösung wäre, das Teilstück des Schulwegs zu asphaltieren. Wir sollten uns allerdings bewusst sein, dass dann auf der schmalen geraden Straße noch mehr gerast wird.“ Der Bürgermeister kündigte an, die Asphaltierung der Straße im Rat zur Diskussion zu stellen.