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Ulrike Peschau ist die neue Leiterin der Grundschule Moisburg

Ulrike Peschau in der Bücherei der Grundschule in Moisburg
mi. Moisburg. Ulrike Peschau (57) ist die neue Schulleiterin der Grundschule in Moisburg. Die studierte Grund- und Hauptschullehrerin blickt auf über 30 Jahre im Schuldienst zurück, davon lange Jahre als stellvertretende Schulleiterin an einer Hamburger Schule.
„Ich wollte sehr gerne nach Moisburg. Die Schule bietet viel, ist dabei aber so überschaubar, dass man auch jedes Kind mit Namen kennenlernen kann“, sagt Ulrike Peschau.
Obwohl sie noch nicht einmal einen Monat im Amt ist, strotzt die neue Schulleiterin geradezu vor Ideen. „Ich möchte gerne das Musikprofil der Schule schärfen“, sagt Ulrike Peschau. Ihre Idee: In der großen Pause will sie „Schnupperkurse“ für Instrumente anbieten. „Alle Kinder an der Schule sollen die Möglichkeit haben, mal eine Geige oder eine Klarinette in den Händen zu halten und sie - unter Anleitung - auszuprobieren“, so Ulrike Peschau. Mit der Aktion will die Pädagogin die Musikbegeisterung bei ihren Schülern wecken und fördern. Weil der Instrumentenfundus der Schule begrenzt ist, plant die neue Schulleiterin für die Schnupperkurse auch Privatleute zu gewinnen, die Lust haben, ihr Musikinstrument vorzustellen. „Ich bin schon im Gespräch mit einem Geigenbauer, wenn es klappt, soll das Angebot im März starten.“ Und noch ein Anliegen hat die neue Rektorin: „Ich wünsche mir ein richtiges Klavier für unseren Musikraum. Dafür suche ich Spender und Sponsoren.“
Auch die Nachmittagsbetreuung an der Grundschule hat Ulrike Peschau in den Blick genommen. Ihre Überlegung: den pädagogischen Mittagstisch ausbauen. Sowohl räumlich, als auch das Freizeitangebot selbst. Vorstellbar wäre für sie zum Beispiel, die Musikschule Hollenstedt mit ins Boot zu holen. Auch Sportvereine könnten sich einbringen. Langfristig stelle sie sich vor, dass die Schule am Nachmittag eine Art „Volkshochschule“ für Kinder anbietet - es also ein vielfältiges, buntes Programm mit verschiedensten Kursen gibt. Auch die Zusammenarbeit mit Tagesmüttern, als Ergänzung zur Nachmittagsbetreuung, sei denkbar.
Genau so wichtig wie die strukturellen Änderungen sei ihr aber, die Schule zu einem Ort zu machen, der Kinder animiert zu lernen. „Das Potenzial, das ich bei einem Kind entdecke, lernt es auch zu entfalten. Das ist mein Anspruch“, so die neue Schulleiterin. Es gehe ihr darum, die Stärken jeden Kindes zu erkennen und nicht dessen Schwächen zu sehen.
„Volkshochschule für Kinder“, Zusammenarbeit mit der Musikschule und Schärfung des pädagogischen Profils - das klingt nach einer Mammutaufgabe. Dazu sagt Ulrike Peschau: „Natürlich kann so ein Projekt nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen, wenn sich Eltern, Gemeinde und Vereine gemeinsam mit der Schule einbringen. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: ‚Es braucht ein ganzes Dorf, ein Kind großzuziehen.‘“ Ähnlich verhalte es sich auch mit der Schule: „Auch Schule ist eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft.“