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Horneburger Schützenhalle: Verpachtung an die Kommune soll Thema auf Vereinsversammlung werden

Die Horneburger Schützenhalle wird künftig von der Samtgemeinde gennutzt
jd. Horneburg. Der Vertrag ist unterzeichnet: Die Samtgemeinde ist ab dem 1. März Pächter der Horneburger Festhalle - für die Dauer von zunächst fünf Jahren. Am vergangenen Freitag setzten Samtgemeinde-Bürgermeister Matthias Herwede und Schützenpräsident Carsten Dittmer - der Verein ist Eigentümer des Gebäudes - ihre Unterschriften unter die Pachtvereinbarung. Allerdings regt sich innerhalb des Vereins Widerstand: Jetzt meldete sich der Ehrenvorsitzende des dem Schützenverein angegliederten Spielmannszuges, Hanspeter Tiedemann, zu Wort. Er kritisiert, dass der Vorstand die Halle verpachtet, ohne dass zuvor die Mitglieder dazu befragt wurden.

Laut Rathauschef Herwede wird die Festhalle fortan als Lager für Möbel genutzt, die für die Einrichtung der Flüchtlingsunterkünfte bestimmt sind. Außerdem soll dort die Ausgabestelle von "Pütt un Pann" ihr Domizil erhalten, die derzeit provisorisch auf dem Dachboden des Rathauses untergebracht ist. Der bisherige Gastronomiebereich wird als Unterrichtsraum für die Sprachkurse genutzt. In die zum Haus gehörende Wohnung werden etwa sechs Flüchtlinge einziehen.

Diese neue Nutzung würde Tiedemann gern auf der am Freitag, 4. März, stattfindenden Generalversammlung des Schützenvereins thematisieren. "Leider vermisse ich hierzu einen Tagesordnungspunkt", heißt es in seinem Schreiben an den Vorstand. Tiedemann ist seit 1953 Mitglied des Schützenvereins und hält auch nach dem Umzug nach Hessen im Jahr 1978 engen Kontakt in seine alte Heimat. Er hat jetzt beantragt, dass auf der Mitgliederversammlung ein Sachbestandsbericht erfolgt. Unter anderem soll der Vorstand darüber Auskunft geben, wie hoch die Pachteinnahmen sind und ob der Pachtvertrag eine Option zum späeteren Kauf der Halle durch die Samtgemeinde beinhaltet.