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Horneburger Ratssaal verliert sein Schmuddel-Image

Gerhard Froelian und Karin Winkelmann freuen sich, dass der Ratssaal endlich modernisiert wird. Die Fenstervorsetze verschwinden, der Raum wird an das Trauzimmer (im Hintergrund) angeglichen
lt. Horneburg. "Unser Ratssaal ist schmuddelig", sagt Horneburgs Samtgemeindebürgermeister Gerhard Froelian. Es sei ihm inzwischen schon fast peinlich, Gästen den als Sitzungssaal genutzten Raum zu zeigen. Doch das wird sich bald ändern. In den Sommerferien soll der in den 1960er Jahren erbaute Saal von Grund auf saniert und modernisiert werden.
Verwaltungsmitarbeiterin Karin Winkelmann betreut gemeinsam mit Bauamtsleiter Roger Courtault das "Projekt Ratssaal". Die ehemalige Abteilungsleiterin eines Möbelhauses hat ein Auge für Inneneinrichtung und viele gute Ideen, wie der Saal heller und freundlicher wird.
Und das ist geplant:
Der Fußboden wird ausgetauscht. Die neuen Echtholzdielen oder das neue Echtholzparkett sollen farblich an die dunklen Möbel im vor zwei Jahren renovierten Trauzimmer angepasst werden. Im Fußboden versenkte Steckdosen bedeuten einen weiteren Schritt in Richtung papierlose Ratsarbeit, da hier Computer angeschlossen werden können.
Die Außenwände werden von innen isoliert, die Innenwände werden begradigt, tapeziert und im gleichen Ton wie das Trauzimmer gestrichen.
Die bleiverglasten Fenstervorsetze im "hübsch-häßlichen" Charme der 60er Jahre verschwinden. "Die verbreiten eine richtige Negativ-Stimmung", meint Karin Winkelmann. Und historisch wertvoll seien sie auch nicht. Dafür werden die Fenster - wie im Trauzimmer - mit Stuck umrandet.
Diese Stuck-Umrandung soll sich auf der gegenüberliegenden Wand spiegeln. In drei bis vier angedeuteten Nischen sollen große Bilder aufgehängt werden.
Außerdem werden die Heizkörper erneuert, ein Schrank und eine voll automatisch ausfahrbare Leinwand sowie ein Beamer eingebaut.
Für die Arbeitsplatzbeleuchtung wird ein professionelles Lichtkonzept erstellt. An der neuen, schlichten Akkustikdecke sind Dekoleuchten vorgesehen.
Am liebsten würde Karin Winkelmann auch die Schiebetür zwischen Trauzimmer und Ratssaal austauschen, doch dafür reichen die Haushalt vorgesehen 50.000 Euro wohl nicht mehr aus. "So eine Spezialanfertigung kostet leider um die 10.000 Euro", sagt Karin Winkelmann. Übergangsweise könnte die Holz-Trennwand zumindest weiß gestrichen werden.