Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Ein Kreuz für die Kirche

Freuen sich über die Spende (v. li.): Pastor Martin Engelhardt, Kirchenvorsteherin Karin Meyer, Ortsvorsteherin Heike Meyer und Joachim Maack

Joachim Maack erfüllt mit Kunstwerk aus dem Nachlass seines Vaters den Wunsch vieler Jesteburger.

mum. Jesteburg. Diese Gabe wird die Menschen in den Jesteburger Ortsteilen Itzenbüttel und Reindorfer Osterberg noch lange bewegen: Seit dem Gottesdienst zu Heiligabend ist die Friedhofs-Kapelle um zwei Kostbarkeiten reicher: Ein Altar-Kreuz mit der Luther-Rose und den dazu gehörenden Altar. Beide Schätze wurden handgefertigt - von Bernhard Maack und seinem Sohn Joachim.
Ein Blick in die Geschichte: Am 5. Dezember 1973 wurde die Kapelle auf dem Osterberg eingeweiht. Vieles fehlte noch. Die Bewohner griffen tief in ihre Sparstrümpfe und bald schon waren Gesangbücher, Harmonium und einige Stühle angeschafft. Als Altar diente ein alter Küchentisch. Als die Landeskirche neue Gesangbücher einführte, spendeten die Menschen aus den Dörfern wieder - diesmal mehr als 1.400 Euro. "Aus der Kapelle für das Abschied-Nehmen wurde mit den Jahren ein Raum, in dem auch andere Gottesdienste gefeiert werden", sagt Pastor Martin Engelhardt. Zu Ostern, zum Erntedank, zum Volkstrauertag und eben auch Heiligabend - und jedes Mal habe die Jesteburger Küsterin ein Altar-Kreuz zum Osterberg bringen müssen.
2011 kam es zur nächsten Spenden-Aktion: Zum Erntedankfest wurde Glocke und Glockenstuhl feierlich eingeweiht. Nur ein Kreuz gab es immer noch nicht. Als der Reindorfer Joachim Maack vom Wunsch nach einem eigenen Kreuz für den Osterberg hörte, erinnerte er sich an seinen verstorbenen Vater Bernhard. "Als mein Vater 1980 seinen Betrieb aufgab, begann er, sich selbst das Drechseln und Schnitzen beizubringen." Am Anfang noch etwas grob, aber mit der Zeit immer feiner. So entstanden viele kleine und größere Kunstwerke, wie etwa der Jesteburger Kirchturm aus einer Eichen-Bohle, die bis 1883 als Fußboden in der Kirche gelegen hatte. Oder eben die Luther-Rose aus Eichenholz. Dazu gravierte er "VIVIT" in das Holz - es bedeutet "Er (Christus) lebt". Joachim Maack fand im väterlichen Nachlass dieses Kunstwerk und dachte sich, dass das genau das richtige für die Kapelle sei. Dazu passend fertigte er ein Kreuz, in dessen Zentrum die Luther-Rose eingepasst wurde. Maack schenkte der Kirche zudem einen dazu passenden Altartisch.
Ortsvorsteherin Heike Meyer, Kirchenvorsteherin Karin Meyer und Pastor Martin Engelhardt dankten dem Jesteburger für diese wunderbaren Geschenke während des Heiligabend-Gottesdienstes.