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Lebensraum für Vögel

Mit EU-Fördermitteln soll für Vogelarten wie dem Großen Brachvogel Lebensraum in der Lüneburger Heide geschaffen werden (Foto: NSG Recker Moor)

VNP-Stiftung setzt sich dank EU-Mittel für Erhalt von Feuchtwiesen ein.

(mum). Feuchtwiesen sind eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft, die durch eine angepasste Mahd und Beweidung einen reichhaltigen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bilden. "Leider geht ihre Ausdehnung seit mehr als 40 Jahren durch Trockenlegungen, Intensivierung der Landwirtschaft, Umwandlung von Grün- in Ackerland oder Verbrachung zurück", sagt Steffen Albers von der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide. "Wiesenvögel, die auf Feuchtwiesen zur Brut und Nahrungssuche angewiesen sind, leiden durch diesen Verlust ihres Lebensraumes." Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide bietet günstige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wiesenvogelschutz. Allein der bestehende Schutzstatus als Naturschutzgebiet und EU-Vogelschutzgebiet und die umfassende Pflege durch den VNP ermöglichen es, großflächig Maßnahmen durchzuführen und eine abgestimmte Bewirtschaftung (Mahd, angepasste Beweidung, Verzicht auf intensive Düngung oder Einsatz von Pestiziden) im Projektgebiet sicher zu stellen. Das Ziel des Projektes ist es, die Bestandsentwicklung der Wiesenvögel wie Kiebitz, Großer Brachvogel und Bekassine, durch Erhaltung, beziehungsweise Wiederherstellung des Lebensraumes zu stabilisieren und sich somit vom landes- und bundesweiten negativen Trend abzuheben.
Das mit EU-Mitteln geförderte Wiesenvogelschutz-Projekt der VNP-Stiftung Naturschutzpark will dies durch die Optimierung des Lebensraumes für Wiesenvogelarten erreichen. In zwei definierten Projektgebieten sollen durch Gehölzentnahmen und Entkusselungsarbeiten großräumig zusammenhängende, offene Flächen geschaffen werden. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Wiedervernässung von Grünland geplant und umgesetzt. Die zwei Projektgebiete, in denen die Arbeiten umgesetzt werden, umfassen zum einen das "Twißelmoor" bis zum Tütsberger Grünland und zum anderen die Hörpeler Heide mit den angrenzenden Grünlandflächen mit einer Gesamtfläche von knapp 600 Hektar. Mit den Gehölzentnahmen im Projektgebiet "Twißelmoor"wurde bereits begonnen. Sie werden zu Beginn der Brutzeit abgeschlossen sein, weitere Arbeiten werden im Laufe des Jahres umgesetzt. Im Gebiet Hörpeler Heide beginnen die Arbeiten im kommenden Jahr.