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Mehr Platz für Gesundheit in Jesteburg!

Der Dachstuhl des Ärztehauses an der Hauptstraße soll in den nächsten Tagen abgetragen werden

Eigentümer-Familie investiert bis zu 300.000 Euro in den Ausbau des „alten“ Ärztehauses an der Hauptstraße.

mum. Jesteburg. Lange wurde diskutiert - jetzt rücken die Handwerker an. In dieser Woche sollen die Arbeiten am Ärztehaus in Jesteburg (Hauptstraße 6 + 8) beginnen. Dort sind eine Hausarztpraxis mit vier Ärzten, ein Zahn- und ein Kinderarzt, zwei Heilpraktiker, ein Physiotherapeut, eine Apotheke, ein „Milon-Zirkel“ (Kraft-Ausdauer-Training) sowie ein Schlüssel- und Sicherheitsdienst untergebracht. Das Gebäude wird einen neuen Dachstuhl erhalten. „Die neu geschaffene, größere Fläche im Dachgeschoss ist unter anderem für Wohnraum vorgesehen“, sagt Grundstücksverwalter Klaus Beecken, der auch Eigentümer des Hauses ist. Es entstehen insgesamt drei Wohnungen (zwischen 30 bis 70 Quadratmeter), jeweils mit Loggia. Die Fertigstellung der Wohnungen ist für Mai geplant.
Im ersten Schritt wird der alte Dachstuhl entkernt und dann abgetragen. Beecken geht davon aus, dass die Abrissarbeiten am 10. Februar beginnen. Bereits drei Tage später soll die Folienabdeckung abgeschlossen sein. „Dann folgt die Dacheindeckung, die Gauben werden eingesetzt und der Innenausbau beginnt“, so der Eigentümer. Zwischen 250.000 und 300.000 Euro lassen sich die Eigentümer die Erweiterung kosten. Während der Bauphase bleiben alle Praxen und Geschäfte ohne Einschränkung geöffnet.
Im August 2013 hatte es nicht danach ausgesehen, dass die Politik der Erweiterung zustimmt. „Gefährdet eine schwarz-grüne Ratsmehrheit die künftige hausärztliche Versorgung in Jesteburg?“ hatte damals Cornelia Ziegert (SPD) befürchtet. Die Ärzte wollten ihre Praxen durch die Aufnahme weiterer Ärzte zukunftsfähig machen, dafür brauchten sie mehr Platz. Der Landkreis als Baugenehmigungsbehörde hatte seine Zustimmung signalisiert - unter der Bedingung, dass die Gemeinde in einer Ausnahmegenehmigung zum Bebauungsplan an dieser Stelle die teilweise Drei-Geschossigkeit zulässt. „Obwohl alle Fakten für die Erteilung der Befreiungsgenehmigung zum Dachbodenausbau des Gebäudes sprachen, hatten CDU und Grüne in der entscheidenden Ausschusssitzung dagegen gestimmt“, so Cornelia Ziegert damals im WOCHENBLATT. Im September folgte dann die „Rolle rückwärts“ im Gemeinderat. Einstimmig votierte die Politik für die Erweiterung.
• Fast gegenüber - auf dem ehemaligen Clement-Areal - will Architekt Axel Brauer auch ein Ärztehaus bauen (das
WOCHENBLATT) berichtete mehrfach. Laut Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper wurden die Verträge schon vor geraumer Zeit unterschrieben. „Bau- und Verwaltungsausschuss haben die Auslegung des Bebauungsplanes beschlossen“, so Höper. Der Entwurf soll ab dem 10. Februar öffentlich ausliegen. „Wenn die Änderung des Bebauungsplanes im Sommer als Satzung beschlossen werden kann, was abhängig vom Verfahren ist, kann der Bauantrag gestellt werden.“