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„Vorbildliche Oberschule!“ - Hanstedt erhält bereits zum zweiten Mal das „Lions-Quest“-Siegel

Freuen sich über die erneute Siegel-Verleihung (v. li.): Schulleiterin Susanne Graßhoff. Jury-Mitglied Friedrich Fenner, Lehrerin Anette Nagel, Rolf Matthiesen (Lions Club), Lehrerin Raphaela Emke und Jury-Mitglied Lieschen Herr
mum. Hanstedt. „Diese Oberschule ist einer der ganz wichtigen Leuchttürme für unser Projekt“, sagte jetzt Rolf Matthiesen vom Lions Club Hamburg-Rosengarten anlässlich der Verleihung des „Lions-Quest“-Siegels in Hanstedt. „Lions-Quest - Erwachsen werden“ ist ein Jugendförderprogramm für zehn- bis 14-jährige Mädchen und Jungen. Damit Lehrkräfte das Programm professionell in der Klasse umsetzen können, werden sie von speziell ausgebildeten Trainern in verschiedenen Seminaren praxisorientiert geschult, begleitet und fortgebildet. In Hanstedt trifft dies sogar auf das gesamte Kollegium zu.
Vor sieben Jahren sei die Oberschule bundesweit die erste Haupt- und Realschule gewesen, die sich beteiligte. „Insgesamt waren es nur acht Schulen“, so Matthiesen. Die Hanstedter Schule ist aber noch aus einem anderen Grund besonders: Erst vier Schulen haben das Siegel ein zweites Mal verliehen bekommen.
In den 1970er Jahren wurde das Programm von der unabhängigen amerikanischen Stiftung „Quest International“ (Quest, engl. = Suche, Streben) entwickelt und wird seit 1984 in Kooperation mit Lions Clubs International in mehr als 50 Ländern weltweit eingesetzt. In Deutschland wurde das Programm unter dem Namen „Lions-Quest - Erwachsen werden“ erstmals 1994 in einer provisorischen Fassung angeboten.
Im Mittelpunkt steht die planvolle Förderung der sozialen Kompetenz von Schülern. Diese werden nachhaltig dabei unterstützt, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, Kontakte und positive Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag angemessen zu begegnen und konstruktive Lösungen für Probleme, die gerade die Pubertät gehäuft mit sich bringt, zu finden. Gleichzeitig möchte der Unterricht mit diesem Programm jungen Menschen Orientierung beim Aufbau eines eigenen, sozial eingebundenen Wertesystems anbieten.
In Hanstedt findet das Projekt durchgehend von der fünften bis zur zehnten Klasse statt. In den ersten zwei Jahren steht pro Woche jeweils eine Unterrichtsstunde zur Verfügung. „Später gibt es projektbezogenen Unterricht“, so Schulleiterin Susanne Graßhoff.
„Schulen, die sich neben dem Lehrplan bewusst dafür entschieden haben, Schüler durch das Vermitteln von Lebenskompetenzen bei der positiven Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen, zeigen besondere Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen und der Gesellschaft“, so Matthiesen. „Dieses Engagement können sie mit dem Lions-Quest-Qualitätssiegel nach außen darstellen.“
Die Idee zur Einführung des Quest-Programms hatte der damalige Schulleiter Friedrich Fenner bereits 1997. Heute gehört Fenner der Jury an, die die umfangreichen Vergabe-Kriterien überwacht.