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Das WOCHENBLATT hilft der SPD gern - Fraktionschef Pietsch bittet Kritiker um Gespräch

Helmut Pietsch (SPD) (Foto: SPD)

Auf ein Wort


Die Jesteburger SPD und das WOCHENBLATT - irgendwie ist da der Wurm drin. Während der pensionierte NDR-Mann Hans-Jürgen Börner mit einem Geschäftsordnungsantrag versucht hatte, im Jesteburger Verwaltungsausschuss gegen die „tendenziöse und zum Teil falsche Berichterstattung des WOCHENBLATT“ vorzugehen (wir berichteten) und Ortsvereinsvorsitzender Steffen Burmeister der Meinung ist, „dass die fragwürdigen Aktivitäten des WOCHENBLATT die Politikverdrossenheit fördern“, möchte der von Börner inthronisierte Fraktionschef Helmut Pietsch unsere Zeitung nutzen, um mit unzufriedenen SPD-Kritikern ins Gespräch zu kommen. Er bat die Redaktion jetzt um die Veröffentlichung eines Leserbriefs, in dem er zu einem Brief der Leserin Ruth Flory Stellung nimmt. Sie hatte die Genossen unter anderem dafür kritisiert, dass Bürgermeister Udo Heitmann (SPD) sich für einen Zuschuss für den Schützenverein Schierhorn eingesetzt hatte (das WOCHENBLATT berichtete).
Pietsch schreibt unter anderem: „Ich lade Sie ein, Ihre Kritik direkt mit unserem Bürgermeister oder dem Orstvereinsvorsitzenden oder mit mir oder allen gemeinsam im Gespräch zu klären.“ Möglicherweise verändere sich dann auch der Blick auf manche Abläufe.
Die Redaktion ist leicht irritiert: Während seine Fraktionskollegen Burmeister und Börner zuletzt keinen Zweifel daran gelassen haben, dass das WOCHENBLATT nicht das richtige Medium für eine objektive Berichterstattung sei und sogar eigene Publikationen favorisierten, bittet Pietsch unsere Zeitung um die Veröffentlichung eines Leserbriefs. Selbstverständlich hilft das WOCHENBLATT der SPD gern, wieder mit ihren Wählern ins Gespräch zu kommen - jetzt bleibt nur abzuwarten, ob es auch nach diesem Artikel wieder einen Gegendarstellungswunsch aus Jesteburg geben wird.
Sascha Mummenhoff