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120 Gäste beim Protest-„Dinner auf dem Deich“

Gut essen und trinken - dazu politische Gespräche (Foto: Deichbürger13/Nicola Hahn)

Gesellige Protest-Aktion von "Deichbürger13" in Mittelnkirchen ein voller Erfolg

tp. Mittelnkirchen. Aufgrund von Schauern und dicken Regenwolken befürchteten die Organisatoren, ihre Veranstaltung könnte ins Wasser fallen - doch pünktlich um 16 Uhr kam am Sonntag die Sonne raus und bot ein einladendes Ambiente beim „Dinner auf dem Deich“ in Mittenkirchen-Hohenfelde. Schnell füllten sich die weiß eingedeckten Tische an einer langen Tafelreihe.
„Rund 120 Teilnehmer sind gekommen“, freute sich Volker Weinhard, Mitbegründer der Initiative "Deichbürger13", die seit Mitte Mai für den Erhalt der Kulturlandschaft des Alten Landes kämpft. Sie ist vor allem durch den Deichverband der II. Meile Alten Landes und dessen strikte Auslegung des Niedersächsischen Deichgesetzes (NDS) bedroht, das die mit verschließbaren Gewässerdurchlässen (Sielen) geschützten Deiche von Este und Lühe den Hauptdeichen z. B. an der Elbe gleichstellt (das WOCHENBLATT berichtete).
Auch beim „Dinner auf dem Deich“ drehten sich die Gespräche um dieses Thema. „Noch immer ist die Empörung groß über die Baumfällungen in Estebrügge, Neuenkirchen und hier in Mittelnkirchen“, fasst "Deichbürger" Dr. Thilo Töllner zusammen. „Aber es wurden auch andere unverständliche und willkürliche Maßnahmen diskutiert.“ Die Deichverbände dürften nicht länger wie Geheimbünde agieren, war an den Tischen zu hören. „Auch für unseren Vorstoß, eine Sonderregelung zum NDS für Este und Lühe beim Umweltministerium in Hannover durchzusetzen, findet hier breite Zustimmung“, so Weinhard und Töllner. „Das ermutigt uns, diesen Weg weiterzugehen.“
Aber erst einmal wurde ausgiebig getafelt - erst gegen 22 Uhr löste sich die Dinner-Gesellschaft auf.
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