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Kommunalpolitiker Tobias Handtke (SPD) über Politik, Präsenz und Privates

Kommt gern mit Menschen ins Gespräch: der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Handtke

Dicht dran zu sein am Menschen - das wünscht sich der Neu Wulmstorfer Politiker


ab. Neu Wulmstorf.
„Wenn ich in Neu Wulmstorf unterwegs bin oder mich beim Sport unterhalte, kommen die Menschen mit ihren Anliegen direkt auf mich zu. Das mag ich.“ Der Sozialdemokrat Tobias Handtke (40) ist Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion, Vorsitzender der Kreistagsfraktion und alteingesessener Neu Wulmstorfer. Über das Gros der Vorgänge in der Gemeinde ist er bestens informiert. Als Vater dreier Kinder im Alter von 13, neun und vier Jahren erlebt er alles rund um die Themen Schule und Kinderbetreuung hautnah. Zum Beispiel auch dort, wo es kräftig hakt.

„Wir brauchen in der Gemeinde dringend eine Ganztagsschule. Es kann nicht sein, dass Kita-Kinder tagsüber betreut werden, sobald sie aber in die Grundschule kommen, die Betreuung nach Schulschluss fehlt.“ Auch die Streichung der Schulsozialarbeiter-Stellen in den Grundschulen (das WOCHENBLATT berichtete) will Handtke abwenden. „Den Antrag zum Stellenerhalt hat die SPD-Fraktion mit auf den Weg gebracht.“ Auch möchte er den Bau günstigen Wohnraums vorantreiben.
Für die Neu Wulmstorfer und ihre Sorgen versucht der Politiker so präsent wie möglich zu sein: „Mir liegt das nicht, mich erst vier Wochen vor der Kommunalwahl an einem Stand zu zeigen. Wir von der SPD wollen dicht an den Bürgern sein, auf sie zugehen und während des gesamten Jahres vermitteln, dass wir ihre Anliegen ernst nehmen.“

Im Jahr 1993 ist Tobias Handtke in die SPD eingetreten: „Am Ende dieser Wahlperiode sitze ich seit 20 Jahren im Gemeinderat.“ Früher, so der bekennende HSV-Fan, habe er Fußball gespielt. Inzwischen fehle ihm dafür die Zeit. Politik sei sein größtes Hobby. Ein ernstes Hobby, das ihm viel Freude bereitet, sagt er. „Pro Tag investiere ich mindestens zwei bis drei Stunden Zeit.“
Tobias Handtke arbeitet bei Karstadt Sports in Hamburg als Teamleiter. Seinen täglichen Weg zur Arbeit verbringt er mit dem Vorbereiten von Sitzungen. „Bahnfahrten sind Bürostunden“, sagt er.

Für die anstehende Kommunalwahl hat die SPD Neu Wulmstorf das Bürgerprogramm 2016 - 2021 gestartet. Ziel: wieder dicht dran sein am Bürger und ihn bei der Gestaltung von Neu Wulmstorfs Zukunft mit ins Boot zu holen.
„Ich sehe keinen Grund, warum wir von unserem Vorhaben, ein Grundzentrum mit mittelzentraler Teilfunktion zu werden, abrücken sollten. Aber“, fügt er hinzu, „es ist nicht das Allheilmittel.“

Wenn Investoren von außerhalb an die Gemeinde herantreten, wie im Falle von „Famila“, sollte man darin eine Chance sehen. „Es reicht nicht, sich auf Vorhandenes zu beschränken.“ Darum läge ihm auch die Bahnhofstraße am Herzen. „Diese Straße führt zum Bahnhof, zum Rathaus, zur Bücherei, zu Einzelhändlern. Sie weist die höchste Ärztedichte in Neu Wulmstorf auf.“ Die Bahnhofstraße müsse als Marke stärker hervorgehoben werden, „dafür brauchen wir dringend ein Konzept.“ Um das auf die Beine zu stellen, müssten sich Politik, Verwaltung, Gewerbeverein und Händler an einem Tisch zusammensetzen.

Einen Plan fordert Tobias Handtke auch in Bezug auf die Flüchtlingspolitik. „In Neu Wulmstorf ist es ruhig, in Hamburg sieht das ganz anders aus“, sagt er. Er wünscht sich, dass demokratische Kräfte in Deutschland eine „Einheit der Vernunft“ bilden. „Alle Parteien hacken auf der Regierung herum. In der Konsequenz werden aber am Ende nicht sie, sondern die AfD gewählt.“