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Entwidmen statt sanieren?

Der Eckeler Mühlenweg eine beliebte Abkürzung von Neu Eckel zur Bendestorfer Straße ist ab sofort für den Fahrzeugverkehr gesperrt (Foto: Grafik msr)

Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher (CDU) kritisiert Gemeindeentscheidung zum Eckeler Mühlenweg

mi. Eckel. Der Eckeler Mühlenweg, die Verlängerung des Rotdornwegs von Neu Eckel durch den Kleckerwald zur Bendestorfer Straße, ist ab sofort und dauerhaft für den Straßenverkehr gesperrt. Die Gemeinde Rosengarten hat jetzt das Entwidmungsverfahren zum Abschluss gebracht und dem Weg den Status als öffentliche Straße entzogen. Die Entwidmung war nicht unumstritten. Insgesamt 60 Einwendungen erreichten das Rathaus in Nenndorf. Der Grund: Viele Neu Eckler nutzten die Holper-Piste durch den Wald als Abkürzung nach Buchholz. Alle Einwendungen lehnte die Gemeinde mit Verweis auf entgegenstehendes öffentliches Interesse ab. Zu Unrecht findet Jürgen Grützmacher (CDU). Der Kleckener Ortsbürgermeister befürchtet, dass dem Verein "Postkutsche Lüneburger Heide" durch die Entwidmung Nachteile entstehen. Hintergrund: Der Verein ist Betreiber von "Dat ole Fösterhuus" in Eickstüve (Klecken). Bis jetzt nutzen Gäste des Vereins zur Anfahrt den Eckeler Mühlenweg. Künftig sollen sie stattdessen über einen kleinen Forstweg, der kurz hinter der Siedlung "Am Walde" von der Bendestorfer Straße abzweigt, das Forsthaus anfahren. Der Weg ist eigentlich für Fahrzeuge gesperrt, deswegen hat die Gemeinde mit der Forst auf zehn Jahre einen Nutzungsvertrag geschlossen. Für das "Wegerecht" zahlt die Gemeinde einen dreistelligen Betrag pro Jahr. Für Jürgen Grützmacher keine optimale Lösung: Der Eckeler Mühlenweg sei von der Bendestorfer Straße aus die einzige offizielle Zuwegung zum "Fösterhuus". Außerdem könne die Forst den Vertrag jederzeit kündigen und nicht zuletzt werfe die Gemeinde in den zehn Jahren insgesamt eine vierstellige Summe zum Fenster hinaus. Grützmacher: "Es kann nicht sein, dass erst jahrelang nichts an der Straße gemacht wird, und sie dann, entwidmet wird, um Kosten zu sparen."
Rainer Alka, Verwaltungsvize in der Gemeinde Rosengarten weist die Kritik zurück. Rainer Alka: "Die Ertüchtigung der Straße liegt nicht im öffentlichen Interesse. Es ist dem Steuerzahler schlichtweg nicht zumutbar die Kosten für eine Sanierung zu tragen, von der nur wenige Anlieger einen Nutzen haben." Die Lösung, als Zugang zum "Fösterhuus" einen Forstweg anzumieten, sei viel kostengünstiger. Und wie sehen es die Betroffenen vom Verein "Postkutsche Lüneburger Heide."? Dietrich Schmans, Vorsitzender des Vereins, hätte auch lieber gesehen, dass der Eckeler Mühlenweg offen bleibt, kann aber mit der jetzt gefunden Lösung nach eigenen Angaben "gut leben".