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"Eine Abfuhr für Fracking": Bürgerinitiativen aus Salzhausen und Toppenstedt bei SPD-Landratskandidat Thomas Grambow

Beim Treffen mit den Bürgerinitiativen (v. li.): Wolfgang Nicolai, Thomas Grambow, Dr. Petra Bardenhagen und Oliver Grett (Foto: oh)
ce. Salzhausen/Toppenstedt. Den Bürgerinitiativen aus Salzhausen und Toppenstedt besuchte jetzt SPD-Landratskandidat Thomas Grambow, um sich aus erster Hand über das Engagement der BIs gegen Fracking bzw. einen Windkraftpark in der Region zu informieren.
Die von Dr. Petra Bardenhagen und Wolfgang Nicolai geleitete Unabhängige Bürgerinitiative Salzhausen (UBI) kämpft gegen die drohende Schiefergasförderung durch das umweltzerstörende und lebensfeindliche Fracking-Verfahren. Die Salzhäuser haben sich zu diesem Zweck mit anderen BIs aus dem Landkreis Harburg und den angrenzenden Kreisen zum Netzwerk "Kein Fracking im Norden" zusammengeschlossen (das WOCHENBLATT berichtete). "Fracking ist eine Technologie, der ich im Hinblick auf die heute nicht geklärten Gefahren für Mensch und Umwelt eine Abfuhr erteilen muss", sagte Thomas Grambow. Rechtlich zuständig für ein Verbot des umstrittenen Förderverfahrens sei der Bundesumweltminister in Berlin. "Dieser muss betroffene Landkreise wie den unseren über ein echtes Mitspracherecht endlich beteiligen, beraten und Fracking über das Bundesbergbaugesetz verbieten", forderte Grambow.
Um die Frage, inwieweit im Landschaftsschutzgebiet "Garlstorfer Wald" ein Windkraftpark zulässig ist, ging es beim Treffen Grambows mit der Bürgerinitiative "Toppenstedter Gegenwind", die von Oliver Grett angeführt wird. Mit knapper Mehrheit hatte der Kreistag kürzlich die Herausnahme zweier großer Flächen aus dem Schutzgebiet für den Bau von Windkraftanlagen beschlossen, obwohl diese in dem Bereich ursprünglich ausgeschlossen waren. Die Toppenstedter BI protestiert dagegen, weil sie massive Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, der Erholungsmöglichkeiten sowie des Lebensraumes für Menschen, Fauna und Flora befürchtet. Thomas Grambow zeigte Verständnis für die Kritik der BI an der Kreistagsentscheidung. Er verwies darauf, dass Landrat Joachim Bordt und dessen FDP-Kreistagsfraktion sich klar gegen Windenergie im Landschaftsschutz-Areal ausgesprochen hätten. Wie sich ein nach der Landratswahl am 25. Mai womöglich von der CDU gestellter Landrat diesbezüglich verhalten würde, könne heute niemand wissen. Kritik äußerte die BI zudem daran, dass der Landkreis bei Raumplanungen "die betroffenen Bürger als Letzte informiert". Grambow hierzu: "Für mich steht eine frühe und freiwillige Bürgerinformation, beispielsweise durch Bürgerversammlungen, ganz oben auf der Prioritätenliste."