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Das Lampenfieber steigt: Pascal F. Skuppe leitet „Jesus Christ - Superstar? – eine Matthäuspassion“ in der Laeiszhalle

Pascal F. Skuppe an seinem Klavier
kb. Seevetal. Manchmal haben Lehrer eben doch recht. "Pascal singt gern", stand im ersten Grundschulzeugnis von Pascal F. Skuppe (29). Inzwischen leitet der Maschener elf Chöre und Musikgruppen, engagiert sich als Dozent bei der Sommerakademie der Leuphana-Universität Lüneburg und ist bekannt für seine mitreißenden Inszenierungen u.a. von Musicals wie "Grease" oder "Aida". Und natürlich singt er auch noch selbst. Ein echter Profi, bei dem trotz all seiner Erfahrung derzeit das Lampenfieber steigt. Denn am 24. März steht ihm sein bisher größtes Projekt bevor: Pascal F. Skuppe leitet gemeinsam mit Dirigent Cornelius Trantow das Crossover-Projekt „Jesus Christ – Superstar? – eine Matthäuspassion“ in der Hamburger Laeiszhalle mit acht Solisten, 57 Hamburger Symphonikern, einer Rockband und 120 Chorsängern. Und wenn alles gut läuft rund 2.000 Zuhörern. Da kann man schon mal nervös werden.
Pascal F. Skuppes Leidenschaft für Musik entbrannte in seiner Kindheit. "Mein bester Freund in der Grundschule konnte Keyboard spielen. Das wollte ich auch", erinnert sich Skuppe, der aus einem Dorf bei Bremervörde stammt. Er nahm Klavierunterricht, gründete in der siebten Klasse seine erste Band, begann in der zehnten Klasse seine Chorleiter-Ausbildung, die er 2003 mit Auszeichnung abschloss, und startete 2006 sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Die Stimme ist für Pascal F. Skuppe - das "F" steht für Farooq - viel mehr, als nur ein Gesangswerkzeug. "Die Stimme ist etwas wahnsinnig Persönliches, ein Ausdruck der Seele", erklärt der Sänger. "Jeder Gedanke, der querschießt, schlägt sich nieder" Er rät allen, die Spaß am Singen haben, nicht zu streng mit sich zu sein. "Man muss auch die guten Töne wahrnehmen und sich nicht ständig an den Profis messen."
Seine Arbeit als Chorleiter, u.a. in den Kirchengemeinden Maschen und Ramelsloh, erfordert neben musikalischem Fachwissen vor allem reichlich Fingerspitzengefühl. "Man muss genau schauen, welche Rolle oder welches Lied zu welchem Sänger passt. Manchmal entscheiden Kleinigkeiten", so Skuppe. Den Chormitgliedern, die mit viel Ehrgeiz bei der Sache sind, auch mal zu erklären, warum sie eine Rolle nicht bekommen, erfordere Einfühlungsvermögen. "Das lernt man im Studium leider nicht", sagt Skuppe.
Kann eigentlich jeder singen? "Jeder kann singen lernen", so Skuppe. Aber nicht jedem sei das gleiche Ausgangsmaterial gegeben. Eine Erfahrung, die er schon am eigenen Leib machen musste. Sein großer Traum seit einem Musical-Besuch in der siebten Klasse sei immer gewesen, das Phantom der Oper zu singen. "Irgendwann hab ich dann gemerkt: Das wird nie was", erzählt Skuppe. Einen eigenen Auftritt bei seinen Inszenierungen lässt er sich übrigens nie nehmen. "Und wenn es keine geeignete Rolle gibt, schreib ich sie mir rein", lacht er. Das Singen mache ihm einfach riesigen Spaß.
Auch beim großen Event in der Laeiszhalle ist Skuppe zu hören. „Jesus Christ – Superstar? – eine Matthäuspassion“ wurde schon in den Kirchen in Maschen und Ramelsloh aufgeführt, jedes Mal vor ausverkauftem Haus. Wer in Hamburg dabei sein will: Karten gibt es auf www.eventim.de; Restkarten an der Abendkasse.