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Erweiterung von Hittfelder Gewerbegebiet geht voran / Antrag für Wohnbauflächen in Holtorfsloh scheitert

"Am Bauhof" entstehen auf insgesamt 13 Hektar neue Gewerbe- und Grünflächen
kb. Seevetal. Die Erweiterung des Gewerbegebietes "Am Bauhof" in Hittfeld rückt näher. Der Umwelt- und Planungsausschuss der Gemeinde Seevetal hat jetzt den Entwurf des Bebauungsplanes "Hittfeld 40" einstimmig abgenickt und die öffentliche Auslegung beschlossen. Wie berichtet, soll das bereits bestehende Gewerbegebiet an der A7 um insgesamt 13 Hektar erweitert werden, etwa sieben Hektar davon sollen bebaut werden. Die Entwicklung der Gewerbefläche läuft über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH). "Die Nachfrage ist sehr gut, nahezu alle Flächen sind bereits vorgemerkt", berichtete Fred Patzwaldt, Leiter der Planungsabteilung.
Bereits seit 2000 ist die Erweiterung des Gewerbegebietes Thema, doch zum damaligen Zeitpunkt hätten die Flächen nicht zur Verfügung gestanden, weil der Besitzer sie nicht habe verkaufen wollen, so Patzwaldt. Der Landkreis habe den jetzigen Planungen im Grundsatz bereits zugestimmt. "Die Erschließung kann im kommenden Jahr beginnen", sagt Patzwaldt. Um zu den neuen Flächen zu gelangen, soll die Straße "Am Bauhof" verlängert, jedoch nicht an die Karoxbosteler Chaussee angebunden werden. Dieser Punkt war auch Hittfelds Ortsbürgermeister Norbert Fraederich (CDU) wichtig. "An dieser Stelle darf es keine Durchbindung geben, sonst setze ich mich da mit einem Zelt hin und passe auf, dass keiner durchfährt", so Fraederich halb im Scherz.
Weiteres Thema im Ausschuss war eine Erweiterung der Wohnbebauung in Holtorfsloh. Auf Bestreben von mehreren Grundstückseigentümern hatte der Ortsrat Ramelsloh/Ohlendorf/Holtorfsloh den Antrag gestellt, eine Fläche an der Straße "Up de Heid" als potenzielle Wohnbauflächen in das informelle Handlungskonzept aufzunehmen. Bei der Gemeindeverwaltung stieß dieser Antrag nicht unbedingt auf Gegenliebe. "Die Fläche schreit nicht gerade nach einer Bebauung, der Ortsabschluss an dieser Stelle ist deutlich ausgeprägt", so Bauamtsleiter Gerd Rexrodt. Zudem läge eine Liste von Anwohnerunterschriften vor, die sich gegen eine Wohnbebauung an der Straße "Up de Heid" ausprächen. Rexrodts Vorschlag: Man solle zunächst prüfen, wo in Holtorfsloh noch eine Wohnbebauung möglich wäre, diese Flächen erfassen und anschließend abwägen, was für bzw. gegen eine Bebauung spricht.
Ramelslohs Ortsbürgermeister Rolf Masloch (CDU) plädierte für die Hereinnahme der Flächen in das Handlungskonzept. Sein Argument: Wenn andere mögliche Wohnbauflächen gefunden würden, nutze das den Eigentümern des jetzt diskutierten Areals wenig. "Dort gibt es andere Besitzer. Die Kinder der Eigentümer, die jetzt an uns herangetreten sind, könnten dort vielleicht gar nicht bauen, weil sie die Grundstücke teuer kaufen müssten", so Masloch. Dem widersprach Karlheinz Wellbrock (SPD): "Ich kann gar nicht verstehen, dass diese Flächen überhaupt noch einmal diskutiert werden. Die meisten der Grundstückseigentümer wohnen noch nicht einmal in Holtorfsloh, die wollen nur ihr Ackerland zu Bauland machen." Demgegenüber stünden 25 Unterschriften von Bürgern, die gegen eine Bebauung sind. "Die Bevölkerung in Holtorfsloh macht sich Sorgen um die Entwicklung des Ortes", so Wellbrock.
Der Ausschuss beschloss, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen, und diese zu beauftragen, weitere Flächen für eine mögliche Wohnbebauung zu finden und dann in die nähere Prüfung aller Optionen zu gehen.
• Eine kleine Änderung gibt es in Bezug auf den Bebauungsplan "Ramelsloh 18": Im Zuge der Edeka-Erweiterung soll auch ein neues Bankgebäude entstehen, in das ursprünglich auch die Ortsverwaltung Ramelsloh ziehen sollte. Das hat der Verwaltungsausschuss nun abgelehnt. Die Ortsverwaltung soll an ihrem derzeitigen Standort an der Ohlendorfer Straße 17 bleiben. Grund: die Kosten. "Die Ortsverwaltung hat lediglich achteinhalb Stunden in der Woche geöffnet, das rechnet sich nicht", so Fred Patzwaldt.