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Nach Anwohner-Kritik an Erschließung "Sportplatz Fleestedt": Alternative ist machbar

Die Zuwegung zum neuen Wohngebiet war ursprünglich über den Westpreußenweg geplant, nun ist auch ein Anschluss an die Winsener Landstraße denkbar (Foto: Repro MSR)
kb. Fleestedt. Seevetal braucht neuen Wohnraum, das ist unstrittig. Ein Areal, auf dem rund 89 Wohneinheiten entstehen sollen, ist der derzeitige Sportplatz in Fleestedt an der Winsener Landstraße. Und wie schon im Baugebiet "Nördlich Göhlenbach" in Hittfeld gibt es auch in Fleestedt Diskussionen um die Erschließung des neuen Wohngebietes.
Hintergrund: Laut einer ersten Planzeichnung aus dem vergangenen Jahr ist die Zuwegung bisher über Westpreußenweg und Kiefernweg durch das angrenzende Wohngebiet vorgesehen. Umgehend hatte sich Unmut unter den Anwohnern geregt (das WOCHENBLATT berichtete). Sie kritisierten, dass die Anbindung nicht, wie eigentlich naheliegend, an die ohnehin stark befahrene Winsener Landstraße erfolgt. „Man hat uns auf Nachfrage keinerlei schlüssige Argumente geliefert, warum der Verkehr durch das Wohngebiet verlaufen soll und die Erschließungsstraße nicht an die Winsener Landstraße angebunden werden kann“, bemängelte Thomas Nordbeck damals. Gemeinsam mit Nachbar Olaf Haht hatte er daraufhin knapp 50 Unterschriften von Anwohnern gesammelt. Sie alle richten sich gegen eine Erschließung durch das Wohngebiet.
Die Verwaltung versprach daraufhin, die Erschließungsvarianten noch einmal zu prüfen. Das Ergebnis wurde gestern im Umwelt- und Planungsausschuss vorgestellt und dürfte die Anlieger freuen. Denn ein Ausbau der heutigen Sportplatzzufahrt hin zur Winsener Landstraße ist technisch möglich. Laut Ausschussvorlage treten allerdings zwei Problemstellungen auf: Zum einen muss der Höhenunterschied zum Niveau des Sportplatzes überwunden werden, zum anderen muss der unterirdische Schießstand des örtlichen Schützenvereins, der unter dem derzeitigen Parkplatz verläuft, um- bzw. überfahren werden. "Das kann allerdings nicht so wahnsinnig schwierig sein", vermutet Olaf Haht.
Mit dem Landkreis wurde die Anbindung an die Winsener Landstraße im Vorfeld schon einmal abgestimmt. Hier hegt man keine grundsätzlichen Bedenken.
Für die Zeit der Bauarbeiten müsste jedoch ein unbebautes Nachbargrundstück am Lehrer-Lohmann-Weg zumindest zeitweise im Grenzbereich beansprucht und einige größere Bäume gefällt werden.
Der Ausschuss hat die Verwaltung nun beauftragt, noch einmal tiefer in die Erschließungsvarianten einzusteigen, um zu klären, wie aufwendig eine Anbindung mit einer öffentlichen Zuwegung an die Winsener Landstraße ist.
Olaf Haht und seine Nachbarn hoffen, dass die Entscheidung letztlich in ihrem Sinne getroffen wird. "Die Gemeinde scheint auf dem richtigen Weg zu sein", so Haht.