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„Mit allen Wassern gewaschen“ - Auszeichnung für den Museumsbauernhof Wennerstorf

Bei der Förderpreis-Übergabe (v. li.): Laudator Dr. Thomas Wurzel, Fördervereinsvorsitzender Heiner Schönecke, Martin Aude (Regionaldirektor der VGH-Regionaldirektion Lüneburg), Moritz Geuther vom Museumsbauernhof, Prof. Dr. Rolf Wiese und Marc von Itter vom Freilichtmuseum am Kiekeberg (Foto: FLMK)
bim/nw. Wennerstorf. Wasser ist ein wichtiges Element, das das Leben bestimmt. Der Museumsbauernhof Wennerstorf hat ein neues Programm erarbeitet, das Kinder den Wert des Wassers spüren lässt. Für dieses innovative Angebot wurde der Museumsbauernhof mit dem Förderpreis der VGH-Stiftung ausgezeichnet.
„Mit allen Wassern gewaschen“ heißt das neue Programm, das der Museumsbauernhof mit dem Preisgeld von 3.500 Euro einführt. Damit wird das Museumsbauernhof-Team jetzt den Hof für Grundschüler entsprechend ausstatten.
„Wir fördern mit dem Preis Museumsangebote, die neue Wege der Wissensvermittlung beschreiten und besonders Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt stellen. Beim Museumsbauernhof war die gesamte Jury einstimmig überzeugt, dass das neue Angebot dem Ziel der VGH-Stiftung in besonderem Maße entspricht: Junge Menschen sollen durch die Kultur ihre eigenen Potenziale entwickeln", so Martin Aude, Regionaldirektor der VGH-Regionaldirektion Lüneburg. Er übergab die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde an den Leiter des Museumsbauernhofs Moritz Geuther.
Schüler der vierten Grundschulklassen können bald mehr darüber lernen, wie wichtig es ist, sinnvoll mit Wasser umzugehen. „Wasser brauchen Menschen und Tiere, als Trinkwasser, aber auch zum Waschen, Kochen, Pflanzenanbau. Wir machen Kindern deutlich, wo man auf einem Bauernhof Wasser braucht und wie aufwendig es war, das Wasser mit der Pumpe auf dem Hof zu fördern“, erklärt Moritz Geuther.
Ein Beispiel: Auf dem Wennerstorfer Hof lebten früher 20 Kühe, die täglich 40 bis 80 Liter Wasser tranken. Die Schüler füllen Wassereimer an der Hofpumpe und schleppen sie mit einer Dracht (Tragstange). Durch diese beschwerliche Arbeit erhalten sie einen emotionalen Zugang zum Thema Wasser. „Wir zeigen den Kindern aber auch, wie Abwasser entsorgt wurde und wird, was Trinkwasser verschmutzt und welche Klärmöglichkeiten es gibt. In einem Experiment bauen sie selbst eine Kläranlage.“
„Wir sehen heute unsere Trinkwasserversorgung als selbstverständlich an. Es passt daher gut in unsere Museumsarbeit, junge Menschen über den Wert von Wasser aufzuklären“, fasst Heiner Schönecke, Vorsitzender des Fördervereins, zusammen.
• Das museumspädagogische Programm „Mit allen Wassern gewaschen“ ist für die vierte Grundschulklasse geeignet und kann für das kommende Schuljahr unter Tel. 04165-211349 gebucht werden.