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Tostedts Ordnungsamtsleiter Dieter Hellberg verabschiedet

Ordnungsamtsleiter Dieter Hellberg (Mi.) wurde jetzt von Bürgermeister Gerhard Netzel (v. li.), CDU-Fraktionsvorsitzendem Rolf Aldag, dem Ersten Samtgemeinderat Stefan Walnsch und Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam in den Ruhestand verabschiedet
bim. Tostedt. Stehende Ovationen und Beifall in der Sitzung des Tostedter Samtgemeinderates: Dort wurde jetzt der langjährige Ordnungsamtsleiter Dieter Hellberg (65) in den Ruhestand verabschiedet. Er hat in seiner Funktion in der Behörde sowie durch seine Mitarbeit im Präventionsrat maßgeblich dazu beigetragen, dass es um die jahrelang präsente rechte Szene in Tostedt ruhig geworden ist. Seine Kompetenz als langjähriges Feuerwehrmitglied war ebenfalls in vielen Situationen gefragt.
„Lieber Dieter, alle waren mit deiner Arbeit immer sehr zufrieden. Viele Ratsmitglieder werden dich vermissen“, sagte Tostedts Bürgermeister Gerhard Netzel. Rolf Aldag (CDU), Dohrens Bürgermeister und Ortsbrandmeister, würdigte Dieter Hellberg auf einhelligen Wunsch der Ratsmitglieder. „Wir bedanken uns herzlich für die vielen Jahre deiner Arbeit, die ich aus diversen Perspektiven erleben durfte“, sagte Aldag. So habe er mit Dieter Hellberg viele Einsätze gemeinsam erlebt, zum Beispiel, wenn sie mal wieder an einer völlig überfluteten Straße standen. Alle anstehenden Herausforderungen habe der Ordnungsamtsleiter mit viel Herzblut gemeistert. Rolf Aldag bedankte sich bei Hellberg für die stets freundliche und kompetente Zusammenarbeit. „Ich hoffe, dass du mit deiner Frau und Familie die Muße findest, die Dinge zu tun, die zu kurz gekommen sind. Wir wünschen dir für deinen neuen Lebensabschnitt alles Gute“, sagte Rolf Aldag.
„Ihr habt mich kalt erwischt“, gestand ein gerührter Dieter Hellberg. „Als ich vor 48 Jahren in die Verwaltung ging, hatte ich Sorge, es könnte langweilig werden“, blickte Hellberg zurück. Doch insbesondere beim Ordnungsamt in To-
stedt, in das er vor 26 Jahren kam, sei es nie langweilig gewesen. „Es lohnt sich, sich für die Samtgemeinde einzusetzen“, so seine Erkenntnis.
Hellberg begann seine berufliche Laufbahn 1969 mit einer Ausbildung zum Verwaltungs-
fachangestellten in der Kreisverwaltung in Heide im Kreis Dithmarschen und darauf aufbauend als Inspektoranwärter, obwohl er „eigentlich nie Verwaltungsmensch werden wollte“. Danach arbeitete Dieter Hellberg im dortigen Kreissozialamt und wechselte im Januar 1979 zum Amt Wesselburen, wo er Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes und Stellvertreter des leitenden Verwaltungsbeamten war. Am 1. Oktober 1991 kam er nach To-
stedt und arbeitete seither als Ordnungsamtsleiter. „Ich wollte mich beruflich verändern und zurück nach Niedersachsen. Meine ganze Familie kommt über Generationen aus Lüneburg und der Lüneburger Heide“, so Hellberg.
Über Jahre war er auch als Standesbeamter tätig, nahm rund 400 Trauungen vor. So vermählte er u.a. die stellvertretende Landrätin Anette Randt, die mit ihrem Mann Jörn jüngst Silberhochzeit feierte, sowie den stellvertretenden Samtgemeinde-Bürgermeister Karl-Siegried Jobmann und Otters Bürgermeisterin Birgit Horstmann.
Ebenfalls seit 1969 engagierte sich Dieter Hellberg in der Feuerwehr seines jeweiligen Heimatortes. Da er ungern Aufhebens um seine Person zulässt, hatten ihn vor zwei Jahren auch seine Feuerwehrkameraden überrascht, als er in die Ehrenabteilung verabschiedet wurde. „Da wurde ich von Zuhause mit dem Löschfahrzeug abgeholt. In Heide war ich Jugendfeuerwehrwart. Alle Mitglieder der früheren Jugendfeuerwehr und meine Kameraden waren dabei“, berichtet Dieter Hellberg. Stolz ist er auf seine drei Kinder, Dirk (41), Martina (39) und Ines (34), die sich auch allesamt aktiv in den Feuerwehren ihrer Heimatorte Tostedt, Jever und Hiddenhausen (NRW) engagieren.
Mit seiner Frau Elisabeth wird Dieter Hellberg nun zurück in seine Geburtsstadt nach Lüneburg und nahe die Ilmenau ziehen. „Dadurch schließt sich für mich ein Lebenskreis“, so Hellberg.
 „Wir haben uns in Tostedt sehr wohl gefühlt und haben hier Wurzeln geschlagen, die wir nicht zu kappen gedenken“, so Hellberg.
Von der Feuerwehr wird er sich auf der nächsten Kommando-Sitzung verabschieden.