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Ökotrophologin referiert vor Pattensener Landfrauen über "unser täglich Brot"

Ein Heidetopf als Dankeschön: Elke Bulla (li.) von den Pattensener Landfrauen und Referentin Heike Dittmer (Foto: Landfrauenverein Pattensen)
ce. Pattensen. Rund 70 Landfrauen aus Pattensen und Umgebung feierten jetzt ihr Erntedankfest im festlich geschmückten Saal des Gasthauses Maack-Kramer. Gastrednerin war Heike Dittmer, Beraterin für Hauswirtschaft, Ernährung und Landfrauen bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Sie referierte über das Thema "Unser täglich Brot...auch eine Frage der Ähre". Begrüßt wurde sie von Elke Bulla vom Vorstandsteam der Pattensener Landfrauen.
Die Frage "Warum esse ich Brot?" - so Heike Dittmer - sei leicht zu beantworten. Brot schmecke und rieche gut und sei schnell zubereitet. Dittmer berichtete über die Bücher "Dumm wie Brot" und "Weizenwampe" zweier amerikanischer Autoren, die sich auch mit gesundheitlichen Auswirkungen des Teigwaren-Verzehrs befasst hatten. Die Ökotrophologin betonte dagegen, dass "nur ein Prozent der Brotesser aufgrund einer Autoimmunerkrankung mit einer Unverträglichkeit reagieren".
Mit seinen 3.000 verschiedenen Brotsorten sei Deutschland bei der Produktion weltweit einzigartig. Gleichwohl werde das Bäckerhandwerk weitestgehend von der Industrie verdrängt. "Jährlich landen in Europa drei Millionen Tonnen Brot auf dem Müll, in Deutschland sind es 500.000 Tonnen", berichtete die Referentin. Es sei traurig, dass so ein wertvolles Lebensmittel weggeworfen würde. Man müsse auch bedenken, wie viel Energie in einem Brot  stecke: "Der Bauer sät und erntet, der Müller mahlt das Getreide, und der Bäcker backt das Brot."