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Salzhäuser Oberschule wurde für deutsch-rumänisches "Kursbuch Zukunft" ausgezeichnet

Freude über das abgeschlossene Projekt: Oberschul-Rektorin Gudrun Voigt (li.) mit den am "Kursbuch Zukunft" beteiligten Schülern und Lehrern sowie (ganz hinten, v. li.) Vize-Ortsbürgermeister Michael Danne und Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Krause
 
Mit Urkunde und "Kursbuch Zukunft": Oberschul-Rektorin Gudrun Voigt (re.) sowie Lehrerin und Projektbetreuerin Sigrid Vogelsang
ce. Salzhausen. "Die Schüler und Lehrer sind hier bekannt für ihre innovativen und internationalen Projekte. Dies ist ein weiteres Beispiel für das tolle Engagement." Das sagte Salzhausens Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Krause, als die Oberschule (OBS) Salzhausen jetzt mit einer Feierstunde ihr 2015 gestartetes Kooperationsprojekt "Future Book - Kursbuch Zukunft" abschloss. Für das vorbildliche Teamwork mit der Scoala Gimnaziala im rumänischen Sfantu Gheorghe wurde die OBS von der "Foundation for Environmental Education" (FEE), einer weltweit aktiven Stiftung für Umwelterziehung, im Rahmen des Programmes "Internationa Eco-Schools" mit einer Urkunde geehrt.
Unterstützt wurde die Initiative von der Leuphana Universität Lüneburg, an der zum Thema eine Bachelorarbeit geschrieben wird. Mit von der Partie war zudem das Schulbiologische Zentrum ("SchuBz") Lüneburg, dessen pädagogische Mitarbeiterin Sigrid Vogelsang auch an der OBS unterrichtet. Ziel des mit 34.400 Euro von der EU geförderten Projektes war es, bei den Schülern ein ökologisches Bewusstsein zu entwickeln und sie für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren. "In unserem Dorf Sfantu Gheorghe im Donaudelta leben die Menschen überwiegend von der Fischerei. Wer studieren will, zieht weg und kommt meistens nicht zurück. Deswegen müssen wir jungen Menschen Perspektiven vor Ort bieten", hatte die rumänische Schulleiterin Adnana Mihaela Patrascoiu ihre Motivation für die Teilnahme begründet.
Im Rahmen des Projektes standen unter anderem ein Besuch einer rumänischen Schülergruppe in Salzhausen inklusive eines "Zukunftswerkstatt"-Workshops auf dem Programm. Dabei entwickelten Schüler, Betriebe, Kommune und Umweltverbände gemeinsam kreative, innovative und nachhaltige Perspektiven. Entsprechende Aktivitäten bildeten auch den Schwerpunkt eines Gegenbesuchs von Salzhäuser Sechst- bis Zehnklässlern in Rumänien. Die Ergebnisse der bei den Besuchen und in einem gemeinsamen Internetforum erstellten Arbeiten wurden schließlich im "Kursbuch" dokumentiert.
"Ich habe gelernt, dass wir in Salzhausen größere Chancen haben, auch in Zukunft im Ort zu leben. Und in Rumänien müssen die meisten Jugendlichen in die nächstgrößere Stadt ziehen", schreibt der Salzhäuser Oberschüler Melf in dem Buch mit Blick auf die unterschiedlichen infrastrukturellen Bedingungen in beiden Orten. Melfs Mitschülerin Natalie hat aus dem Projekt "gelernt, dass in der Zukunft viel mehr als nur eine Jobsuche auf uns zukommt". Der rumänische Teilnehmer Alexandru Cucu war beeindruckt von der vom Tourismus geprägten Heideregion rund um Salzhausen. Er sah darin auch Möglichkeiten für seine Heimat: "Wenn ich mir mich selbst in meinem Dorf in 20 Jahren vorstelle, denke ich, das Dorf sollte sich entwickeln - vor allem der Tourismus, so dass die Menschen, die dort leben, einen verlässlichen Job haben werden."
OBS-Rektorin Gudrun Voigt zeigte sich "begeistert von dem Zukunfts-Buch" und sprach allen Beteiligten ihren Dank aus. "Das Projekt hat den Schülern viel Spaß gemacht, denn sie haben nicht nur viele Erfahrungen gesammelt, sondern auch neue Freunde gewonnen."