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Salzhausen und Bialy-Bór feiern 20 Jahre deutsch-polnische Partnerschaft

Auf Besichtigungstour in Polen: die Gäste aus Salzhausen - darunter auch Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher (vorne, 3. v. li.) - mit einigen der Gastgeber (Foto: Angela Breiholz)
ce. Salzhausen. Mit dem 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Salzhausen und der polnischen Partnergemeinde Bialy Bór sowie der 15 Jahre zurückliegenden Gründung des Vereins "Freundeskreis Bialy Bór - Salzhausen" der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) gab es kürzlich gleich zwei gute Gründe zum Feiern. Aus diesem Anlass trafen sich 18 Salzhäuser Vertreter aus Politik, Vereins- und Jugendarbeit mit einer Delagation aus der Partnergemeinde im niederschlesischen Krzyzowa (früher Kreisau).
Die Wahl des Ortes hatte einen besonderen historischen Hintergrund, denn dort hatten sich 1942 unter dem Namen "Kreisauer Kreis" auf dem Familiensitz des Grafen von Moltke Adlige und Intellektuelle geheim getroffen. Sie planten eine politisch-gesellschaftliche Neuordnung nach dem erhofften Zusammenbruch der Hitler-Diktatur, zu dem es aber nicht wie erwartet kam. Viele Mitglieder des Kreises wurden jedoch noch vor Kriegssende hingerichtet. Der einstige Treffpunkt ist heute eine internationale Jugendbegegnungsstätte.
In Krzyzowa tauschten die Gäste - darunter Salzhausens Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher - und Gastgeber Erinnerungen unter anderem an die erste Salzhäuser Delegation aus, die vor über 20 Jahren nach Polen reiste, um eine passende Partnergemeinde zu finden. Den Kern der Gruppe bildeten Dr. Roland Jachzik und Dr. Jürgen Quehl, beide inzwischen verstorben, sowie Ulrich Magdeburg. Das Reitgelände mit Gestüt in Bialy Bór ließ einen Austausch auch auf sportlicher Ebene mit dem Reiter-Mekka Luhmühlen möglich erscheinen und überzeugte daher - neben anderen Vorzügen Bialy Bórs - die Gruppe. 1997 wurde dann der Partnerschaftsvertrag besiegelt. Ulrich Magdeburg war beim jüngsten Treffen in Polen ebenso dabei wie einige Frauen aus Bialy Bór, die bereits beim ersten Besuch einer offiziellen Delegation in Salzhausen ebenfalls vor gut zwei Jahrzehnten teilnahmen.
Zu den Zukunftsplänen, die man jetzt gemeinsam schmiedete, gehörte beispielsweise eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Schule, Jugend, Feuerwehr, Senioren, Chorgesang und Kultur. "Wir freuen uns schon auf die nächste Begegnung mit unseren Freunden und auf viele weitere aufregende Projekte", waren sich beim Abschied alle Beteiligten einig.