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Ein halbes Jahrhundert im Betrieb

Renate (re.) und Gerrit Heinrich gratulierten Else Aljes zum Jubiläum

Else Aljes feierte seltenes Arbeitsjubiläum bei Expert Blödorn / Auch Senior-Chefin hatte goldenes Betriebsjubiläum

thl. Winsen. Seltenes Jubiläum: Else Aljes (65) feierte jetzt ihre 50-jährige Betriebszugehörigkeit bei Expert Blödorn in Winsen. "Eigentlich wären es schon 51 Jahre", erinnerte Senior-Chefin Renate Heinrich in ihrer Laudatio. Denn als Else Aljes ihre Lehre begann, wurde gerade das neunte Schuljahr eingeführt. "Nach ein paar Tagen holten die Lehrer sie für ein Jahr zurück an die Schule, so dass sie 1963 zum zweiten Mal ihre Lehre bei Blödorn begann", erklärte Renate Heinrich, die ebenfalls vor 50 Jahren in den elterlichen Betrieb einstieg.
Der turbulente Beginn blieb nicht die einzige Anekdote im langen Berufsleben von Else Aljes. "Als mein jetziger Chef Gerrit noch ein kleiner Steppke war, spielte er im Laden im Fußball", erzählt Else Aljes, die von allen nur Elsi genannt wird. "Als ich ihn zurecht stutzte, meinte er mürrisch, wenn er mal Chef sei, würde er mich als erstes entlassen." Heute ist Gerrit Heinrich (41) Chef von Expert Blödorn. Entlassen hat er die "gute Seele" des Betriebes bis heute nicht.
Elsi Aljes habe stets mit viel Spaß, Fleiß, persönlichem Einsatz und Kompetenz gearbeitet und dabei sehr zum Erfolg der Firma beigetragen, lobte Gerrit Heinrich. Auch die Umstellung vom Fachgeschäft in der Innenstadt zum Fachmarkt im Luhe Park habe ihr nichts ausgemacht. Im Gegenteil: "Früher mussten wir die Kaffeemaschinen immer in den Keller schleppen und wenn sie verkauft waren, wieder hoch holen. Heute steht für den Kunden alles griffbereit im Geschäft", so Elsi Aljes, die seit eh und je für den Bereich der so genannten "Weißen Ware" zuständig ist. Auch mit ihren Kollegen kam und kommt Elsi Aljes sehr gut klar. Eine ehemalige Auszubildende schrieb einmal: "Ich habe sehr viel von Ihnen gelernt und wenn ich einen Rat brauchte, waren Sie immer für mich da. Und wenn es darauf ankam, haben Sie mir auch mal 'Feuer unterm Hintern' gemacht."
Aufhören will Elsi Aljes noch lange nicht. "So lange man mich hier haben will und die Gesundheit es zulässt, bleibe ich dabei", sagt sie. Und wenn sie mal nicht arbeitet, kümmert sich die Mutter einer Tochter zusammen mit ihrem Mann Horst um Haus und Garten oder fährt in den Urlaub. Denn die Jubilarin ist "totaler Portugal-Fan".