Nachbarschaft sucht nach dem Hund von Ehepaar Esau
Revenahe: Als Jule verschwand

Schüchtern begegnet Jule den Menschen, wahrscheinlich weil sie schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht hat
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ab. Revenahe. Ein schwarzer Tag für Beate und Walter Esau: Als die tierliebe Revenaherin kürzlich die Post aus dem Briefkasten holen will und die Haustür einen Spalt breit offen lässt, entwischt Hündin Jule (1). Ganze sechs Tage lang kommt sie nicht zurück, wird aber immer wieder von Nachbarn gesehen. Alle helfen, doch erst durch eine Finte gelingt es den Esaus, das Tier wieder einzufangen.

"Es hat an dem Tag irgendwo sehr laut geknallt und Jule ist sehr schreckhaft", erinnert sich Beate Esau. Der verängstigte Hund stammt aus Bulgarien und kam erst am 1. August über eine Harsefelder Tierschützerin zu den Esaus. In Bulgarien habe die kleine Hündin Schreckliches erlebt, ist das Ehepaar überzeugt. "Jule ist total schüchtern und ängstlich", sagt Beate Esau.

Nachdem Jule entlaufen ist, wird sie zwar immer wieder in der Nähe des Hauses gesehen, lässt sich aber nicht anlocken. Sie reagiert auch nicht auf den Ruf ihres Namens. Nachbarn klingeln bei den Esaus und bieten Hilfe an. Doch ohne Erfolg.

Vor allem für Beate Esau ist es ein Alptraum, zu wissen, dass ihre Hündin da draußen allein unterwegs ist. "Ich habe mir solche Sorgen gemacht und konnte nicht mehr essen und nachts nicht mehr schlafen."
Eine Lösung gibt es erst, als die Esaus Kontakt zum Suchhundezentrum K9 aufnehmen. "Zuerst gab es die Überlegung, einen Suchhund einzusetzen. Aber den Gedanken haben wir schnell wieder verworfen - Jule hätte sich gejagt gefühlt." Dann kommt den Mitarbeitern bei K9 die Idee, Jule in eine sogenannte Futterfalle zu locken. Außer Futter legen die Esaus noch eines ihrer Kuscheltiere und eine Socke hinein, "damit es nach Zuhause roch", ergänzt Beate Esau lächelnd.

"Nachdem der Käfig aufgestellt worden war, bin ich abends noch mal rausgegangen und habe eine Spur aus Hundekeksen bis in den Käfig hinein gestreut", erzählt Beate Esau. Zur Erleichterung der Esaus gelingt der Trick: Am nächsten Morgen sitzt die Hündin im Käfig. Beate Esau: "Sie hat am ganzen Körper gezittert, die Arme. Aber ich war so froh, als ich sie da drin gesehen habe."

Für die Esaus eine Geschichte mit Happy End - erst vor wenigen Wochen hatten sie ihren 16 Jahre alten Mischlingshund Tommi einschläfern lassen müssen. "Ohne Hund geht es nicht", sagt Beate Esau. Und Walter Esau fügt hinzu: "Wir sind dankbar und freuen uns sehr darüber, wie viele Nachbarn uns bei der Suche nach Jule ihre Hilfe angeboten haben."

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