Streit mit dem evangelischen Kindertagesstättenverband noch nicht beigelegt
Samtgemeinde Apensen würde die Kitas übernehmen

Pädagogische Fachkräfte sind Mangelware
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tk. Apensen. Im Konflikt um die von der Samtgemeinde Apensen gekündigten Betriebsführungsverträge mit dem Evangelischen Kindertagesstättenverband für die beiden Kitas "Arche Noah" sowie "Weltentdecker" in Apensen gibt es noch immer keine Lösung. Am Dienstag, 14. Januar, wird sich der Samtgemeinderat erneut mit dem Thema befassen. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 20 Uhr.

Es steht nach WOCHENBLATT-Informationen aber nicht der Entwurf neuer Verträge, sondern eine offizielle Erklärung auf der Tagesordnung, dass die Samtgemeinde die beiden Kitas übernehmen wird, wenn es im ersten Quartal 2020 keine Einigung mit dem Verband gibt. Das ist die Position der meisten Fraktionen im Samtgemeinde-Rat.

Damit verbunden ist die Zusicherung an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie übernommen werden. Außer dieser Jobgarantie soll damit auch erreicht werden, dass sich Eltern keine Sorgen um den Bestand der Kitas machen müssen.

Die UWA sieht das anders und schlägt in einem eigenen Antrag vor, dass der Betriebsführungsvertrag mit dem Kita-Verband um ein Jahr verlängert wird. Damit werde Zeit gewonnen, um eine Lösung zu finden, und für die Eltern gebe es Sicherheit. Würden Kitaplätze ab August wegfallen, könnten auf die Samtgemeinde Schadenersatzklagen zukommen, befürchtet die UWA. Grund: der gesetzlich garantierte Kindergartenplatz. Wenn Plätze wegfielen und Eltern deshalb ihren Job aufgeben müssten, wäre die Samtgemeinde in der Bredouille.

Apensens Samtgemeinde-Bürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock (UWA) befürchtet, dass es dazu kommen könnte. Denn: Sie geht nicht davon aus, dass alle jetzigen Mitarbeiterinnen vom evangelischen Kita-Verband zum neuen kommunalen Träger wechseln. "Es wird vermutlich zwei Lager geben", sagt sie. Die einen wollen bleiben, die anderen werden gehen. Damit wäre ein Personalnotstand für die beiden Einrichtungen programmiert. Es gibt schlichtweg nicht genügend Erzieherinnen und Sozialassistenten auf dem Markt, um den Personalmangel zu beheben. Weil überall pädagogische Fachkräfte fehlen, dürfte es zudem für den Kitaverband ein Leichtes sein, den Apensener Fachkräften neue Jobs in anderen evangelischen Einrichtungen anzubieten

Ob es tatsächlich zur Übernahme kommt, ist indes noch offen. Noch immer gibt es keine Einigung zwischen dem Verband und der Politik bzw. Verwaltung in Apensen. Der Streit hat sich im Sommer 2019 entzündet, nachdem die Betriebsführungsverträge seitens der Samtgemeinde gekündigt worden waren. Begründung: Die Kosten der beiden evangelischen Kitas seien deutlich höher als in anderen Einrichtungen der Samtgemeinde. Der Kita-Verband weist das als unbegründet zurück und kritisiert, dass "Äpfel mit Birnen verglichen werden".

Autor:

Tom Kreib

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