Elbmarscher Kirchengemeinde prangert mit Aktion Leid der Geflüchteten an
Sichtbares Zeichen der Verbundenheit

"Das Sterben von Menschen im Mittelmeer beenden!": Holger Kloft vom Vorstand der Gesamtkirchengemeinde Elbmarsch
Foto: Wilfried Staake
  • "Das Sterben von Menschen im Mittelmeer beenden!": Holger Kloft vom Vorstand der Gesamtkirchengemeinde Elbmarsch
    Foto: Wilfried Staake
  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Elbmarsch. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, forderte jetzt öffentlich: "Europa muss das Sterben im Mittelmeer beenden. Nicht irgendwann, sondern in diesem Jahr." Die evangelische Kirche in der Elbmarsch unterstützt die Forderung, und der Kirchenvorstand hat beschlossen, dies mit einer symbolischen Aktion in den Predigtstätten in Tespe, Marschacht und Drennhausen zu unterstreichen: "Ein Platz frei … in unseren Kirchen".
"Als Zeichen der Verbundenheit mit allen Geflüchteten, mit dem Leiden der Menschen auf ihrem Weg über das Mittelmeer und in den Lagern, als Mahnung an die Politik in Europa und Deutschland und als Forderung für Lebensrettung wird in den Kirchen je ein Platz symbolisch freigehalten", erklärt Holger Kloft vom Vorstand der Gesamtkirchengemeinde Elbmarsch. Die Plätze würden mit orangefarbenen Rettungswesten gekennzeichnet. Gleichzeitig werde in den Gottesdiensten sowohl für diese Menschen in Not als auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer gebetet.
"Es ist eine der wichtigsten Aufgaben von Christen, sich nicht nur für das Leiden der Schwächsten zu interessieren, sondern auch im Rahmen der Möglichkeiten zu handeln", betont Holger Kloft. Zahlreiche Mitglieder der Elbmarscher Kirchengemeinde engagierten sich bereits in der Arbeit mit Geflüchteten, unterstützten ehrenamtliche Organisationen oder beteiligten sich in politischen Prozessen. Die Kirchengemeinde wolle dieses Engagement bündeln und als Gemeinschaft ein Zeichen nach draußen senden. "Der freie Platz in der Kirche mit der Rettungsweste darauf ist ein Symbol für jeden Menschen, der auf seiner Flucht den Schritt über das Wasser wählt und in höchste Lebensnot gerät", so Kloft. Der unbesetzte Platz sei auch "ein Mahnmal an alle Kirchenbesucher, sich nicht an die Nachrichten und Bilder zu gewöhnen". Der Kirchenvorstand: "Jeder freie Platz in der Kirche ist die laute Forderung an die Politik in Deutschland und Europa, um Gottes Willen das Sterben im Mittelmeer zu beenden!"

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen