Umdenken bei Berufsausbildung
Grüner fordert Ausbildungsinitiative der Elbmarscher Verwaltung

Dr. Malte Jörn Krafft (Grüne), Kreistagsabgeordneter und stellv. Elbmarscher Samtgemeinde-Bürgermeister | Foto: Waldemar Krause
  • Dr. Malte Jörn Krafft (Grüne), Kreistagsabgeordneter und stellv. Elbmarscher Samtgemeinde-Bürgermeister
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"Der Staat und seine kommunalen Vertretungen müssen im Bereich der Berufsausbildung ein Vorbild sein!" Davon ist Dr. Malte Jörn Krafft (Grüne), Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Elbmarscher Samtgemeinde-Bürgermeister, überzeugt. Er fordert daher eine Ausbildungsinitiative in der Elbmarscher Samtgemeindeverwaltung.

In der Vergangenheit sei - so Krafft - auch aus Sorge um eine mögliche Mehrbelastung von den Verantwortlichen dort von einer Ausbildungsinitiative - möglicherweise auch für duale Studierende zur Erreichung der Laufbahnbefähigung für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 - abgesehen worden. Dies sei eine fatale Situation in Zeiten des Arbeitskräftemangels. Die Konsequenz seien wenige Bewerber mit zum Teil voneinander abweichenden Leistungserwartungen, wenn es um die Besetzung frei werdender Stellen gehe. Dabei seien in der Vergangenheit selbst ausgebildete Kräfte in der eigenen Verwaltung geblieben, um das Team zu ergänzen oder entstandene Lücken zu füllen. "Die Wirtschaft wird durch staatliche Kampagnen zur Ausbildung animiert. Es ist daher nicht hinnehmbar, dass die Verantwortung hierfür auf die Schulter der Wirtschaft abgewälzt wird. Stattdessen muss der Rat seine Kontrollfunktion wahrnehmen und die Berufsausbildung in der Samtgemeindeverwaltung für das kommende Ausbildungsjahr anstoßen", appelliert Malte Jörn Krafft. Dabei betont er, dass es nicht nur um Verwaltungsfachangestellte, sondern um das gesamte Spektrum an Fachkräften gehe, die eine moderne Verwaltung benötige und für die die erforderlichen Ausbilderqualifikationen vorhanden seien.

"Der Bäder- und Abwasserbetrieb gerät dabei schnell aus dem Blick. Gerade in diesen Bereichen besteht ein dringender Bedarf an Fachkräften", so Krafft weiter. Er hoffe auf die Unterstützung der anderen Fraktionen und ein Umdenken in der Verwaltungsspitze, um bereits im August die ersten beiden neuen Auszubildenden begrüßen zu können.

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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