Elbmarscher Grüne fordern Finanzmittel für Haltestellen-Sanierung
"Mehr Investitionen in ÖPNV nötig"

Grünen-Fraktionsvorsitzender Malte Jörn Krafft
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ce. Elbmarsch. Die Erhöhung der Investitionen in die ÖPNV-Infrastruktur und die Bereitstellung von Finanzmitteln zur Sanierung von Bushaltestellen sind Thema eines Antrages der Grünen-Fraktion in der Gemeinde Marschacht. Hintergrund ist das schlechte Abschneiden der gemeindlichen Bushaltestellen in der Samtgemeinde Elbmarsch im Rahmen eines Mobilitätskonzeptes. Demnach entsprechen viele Bushaltestellen weder heutigen qualitativen Grundsätzen und Ansprüchen, noch sind diese barrierefrei ausgebaut.
"Für eine ernsthafte Mobilitäts- und Verkehrswende ist eine gute Ausstattung und Qualität der Haltestellen unabdingbar“, erklärt Malte Jörn Krafft, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Marschacht und stellvertretender Samtgemeindebürgermeister. "Wer regelmäßig als Pendler im Regen auf den Bus warten muss, wird weiter eher das eigene Auto nehmen, als auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu wechseln. So fahren dadurch weiter viele Pkw mit nur einer Person besetzt nach Hamburg, stehen dort den ganzen Tag auf einem Parkplatz und fahren dann eine Person wieder zurück zum Wohnort“, so Krafft weiter. Hier müsse auch die Infrastruktur des ÖPNV, neben dem reinen Angebot, eine wirkliche Alternative zum Individualverkehr bieten.
Gerade die Samtgemeinde Elbmarsch ist laut den Grünen durch täglichen Pendlerstau und eine überlastete B404 besonders belastet. "Von einer verstärkten Förderung des öffentlichen Angebotes als wirkliche Alternative, die insbesondere auch Anschlusssicherheit und Zuverlässigkeit bietet, erhoffen wir uns eine Reduktion des Individualverkehrs und damit Entlastung der Stausituation", betont Malte Jörn Krafft. Dies könne - neben anderen Maßnahmen - ein Grundstein der Mobilitätswende in der Gemeinde Marschacht und der Samtgemeinde Elbmarsch sein.
Weiterhin sollen die Investitionen auch dem barrierefreien Ausbau dienen, der ab 2022 vollständig umgesetzt sein soll und dann gesetzlich verpflichtend ist. "Hier stehen wir ganz am Anfang. ÖPNV dient nicht nur Pendlern, sondern stellt auch eine Daseinsvorsorge für alle dar, die nicht individuell mobil sein können oder wollen. Gerade für die Nutzer dieser sozialen Funktion des ÖPNV brauchen wir einen vollständigen barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen“, stellt Krafft fest. "Eine lebenswerte Region ist eben auch eine Region, in der man uneingeschränkt mobil sein kann. Dies wollen wir durch spürbare Verbesserungen im ÖPNV ermöglichen.“

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