Fokus liegt auf Elbbrückensperrung
Neue Elbmarscher Verwaltungschefin Kathrin Bockey im WOCHENBLATT-Interview

Kathrin Bockey (SPD) tritt in Kürze offiziell ihr Amt als Elbmarscher Samtgemeinde-Bürgermeisterin an
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Blaulicht
Konstantin Keuneke (40) übernahm vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Harburg

Auf den Ernstfall vorbereitet
Konstantin Keuneke leitet seit zwei Jahren die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Harburg

(nw/tw). Manchmal ist das Leben schneller, als man Pläne schmieden kann. Als Konstantin Keuneke (40) vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz übernommen hatte, stand eines ganz oben auf der To-do-Liste: zu prüfen, in welchen Bereichen und durch welche Projekte Rettungsdienste, Brand- und Katastrophenschutz weiter gestärkt werden können. „Dabei kam auch der Gedanke auf, den bestehenden Pandemie-Plan zu erneuern“, erinnert...

Politik
Nimmt den Prüfbericht gelassen: Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme
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In Hollenstedt
Verstößt Bürgermeister gegen geltendes Recht?

bim. Hollenstedt. Der Tagesordnungspunkt "Jahresabschluss" in einer Ratssitzung ist eigentlich eine Regularie, die per Handzeichen abgenickt und in der Öffentlichkeit nicht wirklich wahrgenommen wird. Zumal es sich in der Regel um länger zurückliegende Jahresabschlüsse handelt. Die für die Jahre 2015 und 2016 sorgt in der Gemeinde Hollenstedt für einigen Zündstoff - und Kritik an Bürgermeister Jürgen Böhme durch die Wählergemeinschaft Hollenstedt (WGH). Hintergrund sind u.a. vom...

Politik
Rettungshubschrauber können das Elbe Klinikum in Buxtehude nicht anfliegen. Sie landen daher im Jahnstadion

Elbe Klinikum Buxtehude wird nicht angeflogen
Stadt soll Helikopterlandeplatz schaffen

tk. Buxtehude. Die Stadt Buxtehude soll eine befestigte Landefläche für Helikopter ausweisen, die von allen Rettungsdiensten mit ihren Fahrzeugen gut angefahren werden kann. Diesen Antrag stellt Janet Hüsgen (Grüne). Die Ratsfrau, die seit der Wahl im Buxtehuder Stadtparlament sitzt, weiß, worüber sie redet. Sie ist nämlich auch Feuerwehrfrau im Zug II der Freiwilligen Feuerwehren Buxtehude. Ende 2021 sollte ein Patient vom Elbe Klinikum mit dem Rettungshubschrauber in ein anderes Krankenhaus...

Service

Zahl der Infektionen steigt weiter
Alle Landkreise im Elbe-Weser-Dreieck haben jetzt Inzidenzen über 500

jd. Stade. Jetzt ist die 500er-Marke übersprungen: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Mittwoch, 19. Januar, auf 519,1 angestiegen. Im gesamten Elbe-Weser-Dreieck ist jetzt die Schwelle von 500 überschritten. In allen Landkreisen der Region entwickelt sich ein dynamisches Infektionsgeschehen. Aktuell sind im Landkreis 1.559 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 250 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit...

Wirtschaft
Die Tiefbauarbeiten für den Autohof an der A7-Anschlussstelle Evendorf sind bereits abgeschlossen. Auf 15 Hektar sollen ein "Auto Reise Center" und ein Gewerbegebiet entstehen
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Politik
Rednerin Dörte Schnell (rote Jacke) rief dazu auf, den Auftritt rechter Gruppierungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen nicht zu tolerieren
Video 8 Bilder

Protest-Aktion gegen Corona-Leugner
"Omas gegen Rechts" demonstrieren in Stade gegen Querdenker

jd. Stade. "Impfen statt schimpfen", "Mehr denken statt querdenken", "Eure Freiheit ist Egoismus": Mit Transparenten dieser Art wurde am Montagabend in Stade gegen Impfgegner, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker protestiert. Rund 140 Menschen fanden sich auf dem Platz Am Sande ein, um darauf hinzuweisen, welche Gefahr für die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaft von den sogenannten "Montagsspaziergängen" ausgehen kann. Der Platz in der Stader City war an diesem Abend auch...

Blaulicht
Der Pkw wurde bei dem Unfall völlig zerstört

Zeugen gesucht
Lebensgefahr nach Unfall auf der A1 bei Hollenstedt

thl. Hollenstedt. Bei einem Verkehrsunfall auf der Hansalinie A1 ist am Montagnachmittag ein 23-jähriger Rotenburger lebensgefährlich verletzt worden. Der junge Mann war gegen 15 Uhr mit seinem BMW auf dem linken Überholfahrstreifen laut Zeugen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Hamburg unterwegs. Bei einem Bremsmanöver verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte über alle drei Fahrstreifen nach rechts in einen Lärmschutzwall. Dann überschlug sich der Pkw mehrfach und kam...

Panorama
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Corona-Zahlen am 19. Januar
Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg nur noch knapp unter 1.000

(lm). Der Inzidenzwert im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 19. Januar, von 898,0 am Vortag auf 976,9 gestiegen und liegt damit nur noch knapp unter einem Wert von 1.000. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 516,8. 402 neue Corona-Fälle wurden heute übermittelt, in den vergangenen sieben Tagen wurden 2.501 Fälle registriert (+202 im Vergleich zum Vortag).  Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,2 auf 5,6 gestiegen, die Intensivbettenbelegung verzeichnet einen...

ce. Elbmarsch. In Kürze tritt Kathrin Bockey (53, SPD) offiziell als Elbmarscher Samtgemeinde-Bürgermeisterin die Nachfolge von Rolf Roth an, der nach 20 Jahren bei der jüngsten Kommunalwahl nicht zur Wiederwahl antrat. Im Interview mit WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann sprach Bockey über den Wechsel vom schleswig-holsteinischen Landtag, dem sie derzeit angehört, in ihr neues Amt sowie über dort auf sie wartende dringende Aufgaben.
WOCHENBLATT: Frau Bockey, wie klappt für Sie der "Übergang" von der Landtagsabgeordneten zur Samtgemeinde-Bürgermeisterin?
Kathrin Bockey: Der Übergang ist im Monat Oktober fließend. Zum einen ist in Schleswig-Holstein im Moment Parlamentspause aufgrund der Herbstferien, zum anderen habe ich bereits erste organisatorische Termine im Rathaus in der Elbmarsch wahrgenommen. Meine Kandidatur war auf Landesebene schon lange bekannt, und meine Sprecherfunktionen wurden deshalb aktuell bereits neu verteilt. Meine letzte Plenarwoche ist die letzte Oktoberwoche.
WOCHENBLATT: Sie wohnen derzeit in Geesthacht. Ziehen Sie für das neue Amt wieder in die Elbmarsch?
Bockey: Ich habe geplant, im Jahr 2022 in die Elbmarsch zurückzukehren. Momentan wohnt mein Sohn mit seiner Lebensgefährtin in meinem Haus. Beide werden sich gemeinsam beruflich aber neu orientieren, und dann werde ich wieder in Rönne wohnen.
WOCHENBLATT: Welche Themen müssen aus Ihrer Sicht am dringendsten in der Elbmarsch angepackt werden?
Bockey: Zunächst einmal möchte ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenlernen und ihnen zuhören. Ich kann mir vorstellen, dass sich daraus Handlungsfelder ergeben, die ich gemeinsam im Team bearbeiten möchte. Ähnlich verhält es sich mit der Kommunalpolitik. Auch hier gilt es, sich kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und dann Aufgaben zu definieren.
WOCHENBLATT: Wenn Sie mit Bürgern aus der Elbmarsch sprechen: Was brennt denen besonders unter den Nägeln?
Bockey: In meinen Haustürgesprächen habe ich folgende Themen immer wieder gehört: Was passiert mit dem Autoverkehr und der Elbbrückensperrung? Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum? Wie können wir die Situation von Senioren und Jugendlichen verbessern? Eine meiner ersten Aufgaben wird sicherlich sein, eine Einwohnerversammlung zum Thema Elbbrückensperrung zu organisieren. Dies hat der Samtgemeinderat so beauftragt. Ich halte das für eine kluge Idee, weil es die Akzeptanz und das Verständnis für die Maßnahme fördert.
WOCHENBLATT: Gibt es etwas, was Sie bei Ihrer Amtsausübung anders machen möchten als Ihr Vorgänger Rolf Roth? Worin liegen seine Verdienste für die Elbmarsch in seiner 20-jährigen Amtszeit?
Bockey: Jeder Mensch hat unterschiedliche Qualitäten und bringt verschiedene Sichtweisen in seine Arbeit ein. Das wird auch in Bezug auf Rolf Roth und mich so sein. Bei einem ersten Gang durch das Rathaus bin ich auf viele motivierte Menschen getroffen. Das gefällt mir und daran hat Herr Roth mit Sicherheit auch einen großen Anteil. Er wird sehr geschätzt. Rolf Roth hatte ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Menschen, sowohl im Rathaus als auch „draußen“. Vorausschauend waren insbesondere die Gründung des "Elbmarsch Kommunal Service" ("Elbkom") für den schnellen Ausbau des Glasfasernetzes und die Schaffung des Gewerbegebiets in Eichholz. Auch für die Schulen hat er sich sehr engagiert.
WOCHENBLATT: Was macht für Sie den besonderen Reiz der Elbmarsch aus?
Bockey: Ich mag die Menschen hier und die immer noch dörflichen Strukturen, die Elbe und die Feldmark. Ein besonderer Reiz und damit auch eine besondere Verbundenheit liegen für mich darin, dass ich hier aufgewachsen bin. Für mich schließt sich ein Kreis. Im heutigen Amtszimmer des Bürgermeisters bin ich in der ersten Klasse der Grundschule eingeschult worden.
WOCHENBLATT: Frau Bockey, vielen Dank für das Gespräch.

Zur Person: Kathrin Bockey

(ce). Kathrin Bockey wurde 1968 geboren und wuchs im Landkreis Harburg auf. Nach dem Abitur in Geesthacht, wo sie derzeit lebt, trat die Tochter eines Polizisten selbst in den Polizeidienst ein. Heute ist sie dort als Kriminalhauptkommissarin beschäftigt. Politisch engagiert sich Bockey seit 1999 in der SPD, für die sie seit 2017 im Schleswig-Holsteinischen Landtag sitzt. Ehrenamtlich aktiv ist sie bei der Arbeiterwohlfahrt und im Verein "Partnerschaft Afrika". Liebste Hobbys der geschiedenen Mutter zweier erwachsener Kinder sind Joggen, Radfahren, Skilaufen und Lesen. Zur Person:
Kathrin Bockey

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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