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Hunderte Ritscher in Sprötze

Thorsten Kröger und Nico Brockmann (re.) von den "Freunden der Ritscher" Fotos: mi
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Aus der Abteilung "Wissen"

Letztes Treffen der Traktorenfreunde auf dem Gelände des ehemaligen Sprötzer Ritscher-Werks

mi. Sprötze. Traktorenfans aus dem ganzen Landkreis zog es jetzt nach Sprötze. In dem Buchholzer Ortsteil fand auf dem Gelände der ehemaligen Ritscher-Werke das traditionelle Treffen für Liebhaber der hier bis in die 1960er Jahre gebauten Ritscher-Traktoren statt. Eingeladen hatten die "Freunde der Ritscher".
Mehr als hundert verschiedene Ritscher-Traktoren, dazu jede Menge weiterer historischer Landmaschinen und Oldtimer-Autos, gab es auf dem Ritscher-Treffen zu bestaunen. Besonderes Highlight waren in diesem Jahr Grabenräumungsmaschinen. Die teilweise als Halbkettenfahrzeuge gebauten Kolosse wurden zur Reinigung von Wasserläufen von Schlick und Schlamm eingesetzt. Zwei, die ein solches voll funktionsfähiges Räumfahrzeug vorstellten, waren Thorsten und Janis Kröger. Ihre historische Maschine der "Moorburg" Reihe wurde 1956 in den Ritscher-Werken in Sprötze gebaut. "Es wurden nur 60 Stück angefertigt", erklärt Thorsten Kröger.
Ebenfalls im "Ritscher-Fieber" ist Familie Geist, Vater Thorsten war mit seinen Töchtern Julia und Marie auf einem Ritscher 5/20 W angereist. "Den habe ich von einem Schrottplatz gerettet und komplett wieder hergerichtet", sagt der Traktoren-Fan.
Doch warum sind heute noch so viele Zeitgenossen fasziniert von den Traktoren, die zwischen 1943 und 1961 in dem Sprötzer-Werk, der 1919 von Karl Ritscher gegründeten Firma produziert wurden? "Das ist schwer zu sagen, vielleicht ist es die einfache, robuste Technik", vermutet Erwin Schäfer. Als Jugendlicher hatte er in dem Werk in Sprötze seine Lehre gemacht. Beim Treffen zeigte er seinem Enkel Max die Traktoren, die er als Jugendlicher noch mitgebaut hatte.
Zufrieden, wenn auch etwas wehmütig, waren Nico Brockmann und Thorsten Kröger von den "Freunden der Ritscher", die auch dieses 15. Ritscher-Treffen organisiert hatten. "Diesmal wird es wohl das letzte Mal sein, dass wir uns hier auf dem Gelände der ehemaligen Ritscher-Werke treffen können. Das Areal ist an einen Investor verkauft worden. Damit enden auch die jährlichen Treffen hier", so Brockmann. Der Investor wird die alten Werksgebäude abreißen, die bis 2015 durch die Firma Schneider Senator genutzt wurden. Die Produktionsstätten weichen Wohnbebauung.

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